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Léona Queyrouze: Le désir
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
USA Léona Queyrouze: Le désir
Léona Queyrouze
1861 - 1938 USA



Le désir

-----Gran duol mi presse al cor.
-----Dante. Inferno.


-----Perchè cantando il duol si disacerba.
-----Petrarca
.

Un baiser que jamais la lèvre ne saisit,
Une étoile attirant le papillon caprice,
Jusqu’à ce que son vol se lasse et s’alourdisse
Un appel insensé que l’écho nous redit;

Une ombre qui fait signe et dans l’ombre s’enfuit;
Fantôme que l’on nomme Idéal, Béatrice;
Espérance enlacée au regret, précipice
Où flottent Paolo, Francesca dans leur nuit:

O désir! monstre ailé, phalène sidérale!
O démon qui nous tends une toile infernale
Où l’insecte, la fleur, l’homme vient expirer:

Que de genoux meurtris, que de mains étendues!
Que l’homme est malheureux, vivant pour t’adorer,
Et quels soleils naîtront de nos larmes perdues.



Das Begehren

-----Großes Leid ergreift mein Herz.
-----Dante. Inferno.


-----Gesungen ist der Schmerz weniger bitter.
-----Petrarca. Canzoniere.
.

Ein Kuss, der nie des andern Mund erreicht;
des Falters Laune, die ein Stern erregt
bis die Erschöpfung einst sich auf ihn legt;
ein sinnloser Befehl, dem Echo gleich;

Ein Schatten, der uns in die Nacht gewunken;
Ein Ideal, Phantom ist Beatrice,
das Hoffnungen verschlingt: In den Abyss
sind Francesca und Paolo versunken.

Begehren! du siderischer Dämon
und Motte, in dem Höllennetz verfangen,
dem Blume wie Insekt und Mensch verfallen.

Er streckt die Hände aus und kniet doch schon!
Ins Unglück ist er nur für dich gegangen,
doch aus den Tränen leuchten Sonnenstrahlen.



.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
22.12.2018 03:25
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