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Sophus Claussen: Gensynet
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beitrag #1
Dänemark Sophus Claussen: Gensynet
Sophus Claussen

Gensynet


Der drypped Blomster røde som en Brand
for mine Blik... jeg gensaa hendes Øjne,
hvis Bund er dobbelt som et frossent Vand.
Men Blomsterne var Læbens Smil – det nøgne!

Hun var saa næsvis i sin Flagre-Flugt,
en Fugl, som med for tunge Fjedre brammer!
Og Haaret dobbelt mørkt. Og dybt og smukt
stod Kind og Tindinger i Dobbeltflammer.

Det var din gamle Dobbelthed, min Fe,
dit Smil saa fuldt af Løfter og af Ve.
Tvetvunden bringer du mig tvefold Jammer. –

Med ét begyndte alt mit Blod at le:
jeg saa dig af en Rembrandtsk Livsild skinne.
Saa fandt jeg Dobbelmand min Dobbelkvinde




Wiedersehen
Ü: ZaunköniG

Dort tropfen Blüten rot und brennend heiß
In meinen Blick, - Ich sah das Augenpaar;
Es war so doppelgründig wie das Eis,
doch blüht ein Lächeln auf den Lippen bar.

Sie schritt kokett, als er klamm von ihr wich,
so wie ein Vogel mit den Federn prahlt!
Das Haar auch doppelt dunkel, wie es Strich
um Strich der Wange Doppelflammen malt.

Das war’n die Doppelheiten meiner Fee:
Dies Lächeln voll Verheißung, und voll Weh;
Zwei Wunden, die ich doppelt abbezahlt. –

Mit einem Kosmos, voll von Blut und Schnee;
Wenn ich dich nun auf Rembrands Spätwerk schau,
Find’ ich, der Doppelmann, die Doppelfrau.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2010 18:37 von ZaunköniG.)
21.01.2007 18:10
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