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Lord Byron: She Walks in Beauty
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 4.830
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB Lord Byron: She Walks in Beauty
George Gordon Noel Byron
1788 - 1824 Großbritannien



She Walks in Beauty


She walks in beauty, like the night
Of cloudless climes and starry skies;
And all that’s best of dark and bright
Meet in her aspect and her eyes;
Thus mellowed to that tender light
Which heaven to gaudy day denies.

One shade the more, one ray the less,
Had half impaired the nameless grace
Which waves in every raven tress,
Or softly lightens o’er her face;
Where thoughts serenely sweet express,
How pure, how dear their dwelling-place.

And on that cheek, and o’er that brow,
So soft, so calm, yet eloquent,
The smiles that win, the tints that glow,
But tell of days in goodness spent,
A mind at peace with all below,
A heart whose love is innocent!



Ihr Gang ist Anmut

Ihr Gang ist Anmut, und sie streift
wie sonst ein Sternbild durch die Nacht,
wo göttlich Licht ins Dunkel greift.
Genauso wird ihr Blick entfacht,
in dem ein zarter Schimmer reift,
der sich verwehrt des Tages Pracht.

Ein Schatten nur, ein Licht nur mehr
macht ihre Grazie halb zunicht,
die wogt im schwarzen Lockenmeer,
die schimmert milde im Gesicht, -
und all mein Denken um sie her
von ihrem reinsten Liebreiz spricht.

Und auf der Stirn und auf den Wangen,
beredt und doch voll sanfter Huld,
hat sie zu lächeln angefangen,
bezeugt die Güte mit Geduld:
Ein Geist in Frieden aufgegangen,
Ein Herz voll Liebe, ohne Schuld.


.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
28.07.2018 00:38
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Josef Riga Offline
Wort-Akrobat
**

Beiträge: 322
Registriert seit: Aug 2014
Beitrag #2
Gb-England Lord Byron: She Walks in Beauty
Georg Gordon, Lord Byron

Sie geht in Schönheit

I
Sie geht in Schönheit, wie die Nacht,
An deren Dunkel Sterne saugen.
Was sich die Schattenwelt erdacht,
Verschmilzt im Anblick ihrer Augen:
Ein weiches Licht ist aufgewacht,
Wie’s nur zur Morgenröt’ kann taugen.

II
Um ein zu Wen’ges aufgehellt,
Vergeht die namenlose Gnad’,
Die ihre schwarzen Locken wellt;
Doch ihr Gesicht ist solcher Art,
Dass ein Gedanke, der’s befällt,
Den Schönheitsausdruck ihm bewahrt.

III
Und auf den Wangen, nah den Brauen,
Gefasst, beredsam ohne Ende,
Da darf man in ein Lächeln schauen,
Das Güte legt’ in ihre Hände;
Dem Geist der Unschuld zu vertrauen,
Von dem die Liebe sich nie wende!
17.11.2018 05:37
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