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Nachts
Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.554
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Nachts
Auf Katzenpfoten bringt die Nacht
im Schlepptau ihren Frieden,
in ihm ist mir ein Traum erwacht,
der Traum vom Flug nach Süden.
Im Rausch der Schwingen bin ich dann
wie Meer in Flut und Ebbe,
und wiege mich in seinem Bann
wie Gras im Wind der Steppe.
Den Schnee der Gipfel fühl ich kalt
schmeck Blut mit Haifischsinnen,
verwurzle mich als Baum im Wald,
web Netze wie die Spinnen.
Solang kein Licht ins Dunkel fällt
verschwimmen Zeit und Raum,
in einer tagvergessnen Welt
als Traum im Traum vom Traum.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
19.02.2017 14:43
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ZaunköniG Offline
Matre du Sonnet
****

Beiträge: 4.540
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Nachts
Hallo Sneaky,

ist das eine Überarbeitung der Träume?

(29.01.2007 16:43)Sneaky schrieb:  Sie ist sehr schön die Zeit der Nacht,
gibt Ruhe, Kraft und Frieden,
sie ist für dich und mich gemacht,
ich flieg im Geist gen Süden.

Im Sog der Schwingen bin ich dann,
wie Meer in Flut und Ebbe,
träum weiter meinen Zauberbann,
bin Gras im Wind der Steppe.

Das Eis der Pole spür` ich kalt,
schmeck Blut mit Haifischsinnen,
bin später dann ein Baum im Wald,
web Netze wie die Spinnen.

Ich flieg so weit es mir gefällt,
und ringsumher ist nichts als Raum,
bin ganz und heil in dieser Welt,
ein Traum im Traum vom Traum.



Am stärksten, finde ich, unterscheiden sich die Texte durch die Zeile 3.


In der Träumefassung gibt es ein Du, mit dem sich der Leser identifizieren könnte.
Die neue Fassung wirkt "einsamer".
War das die Absicht?


Liebe Grüße
ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
19.02.2017 15:59
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Alcedo Offline
Verse-Schmied
*

Beiträge: 142
Registriert seit: Apr 2016
Beitrag #3
RE: Nachts
(19.02.2017 14:43)Sneaky schrieb:  Auf Katzenpfoten bringt die Nacht
im Schlepptau ihren Frieden,
in ihm ist mir ein Traum erwacht,
der Traum vom Flug nach Süden.
Im Rausch der Schwingen bin ich dann
wie Meer in Flut und Ebbe,
und wiege mich in seinem Bann
wie Gras im Wind der Steppe.
Den Schnee der Gipfel fühl ich kalt
schmeck Blut mit Haifischsinnen,
verwurzle mich als Baum im Wald,
web Netze wie die Spinnen.
Solang kein Licht ins Dunkel fällt
verschwimmen Zeit und Raum,
in einer tagvergessnen Welt
als Traum im Traum vom Traum.
hallo Sneaker

hui, wenn da mal nicht Poes „all that we see or seem is but a dream within a dream“ Pate gestanden hat! das gefällt mir. im Block gebrachtes dicht ineinandergeflochtenes Aufgehen in der Natur, als Pflanze, als Tier, als Lebewesen, als nasses Element, Spielball der Elemente zu werden. es geht da zwar recht brüsk von Steppe zu Gipfel, von Gipfel zu Tiefsee, vom Haigaumen in den wwWald, aber das ist Träumen nun mal zu eigen, das kennt wohl jeder, und das Leitmotiv, das Verwobene funktioniert mir vorzüglich.

Gruß
Alcedo

Come build in the empty house of the stare
- Yeats -
24.02.2017 08:01
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.554
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: Nachts
Hallo Zaunkönig,

das ist eine Überarbeitung und Weiterführung des alten Texts. Der gefiel mir nicht mehr so recht und ich denke, den werde ich auch entfernen.

Hallo Alcedo,

Jupp, aus dem Zitat heraus hat sich das entwickelt,

lG

Sneaky

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
27.02.2017 18:29
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