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Hannah More (1745-1833) Slavery
#1
Gb-England 
Hannah More

Slavery

If Heaven has into being deigned to call
Thy light, O Liberty! to shine on all;
Bright intellectual Sun! why does thy ray
To earth distribute only partial day?
Since no resisting cause from spirit flows
Thy universal presence to oppose;
No obstacles by Nature’s hand impressed,
Thy subtle and ethereal beams arrest;
Not swayed by matter is thy course benign,
Or more direct or more oblique to shine;
Nor motion’s laws can speed thy active course;
Nor strong repulsion’s powers obstruct thy force:
Since there is no convexity in mind,
Why are thy genial rays to parts confined?
While the chill North with thy bright beam is blest,
Why should fell darkness half the South invest?
Was it decreed, fair Freedom! at thy birth,
That thou should’st ne’er irridiate all the earth?
While Britain basks in thy full blaze of light,
Why lies sad Afric quenched in total night?
[ …]
Hold, murderers! hold! Nor aggravate distress;
Respect the passions you yourself possess:
Ev’n you, of ruffian heart, and ruthless hand,
Love your own offspring, love your native land;
Ev’n you, with fond impatient feelings burn,
Though free as air, though certain to return.
Then, if to you, who voluntary roam,
So dear the memory of your distant home,
O think how absence the loved scene endears
To him, whose food is groan, whose drink is tears;
Think on the wretch whose aggravated pains
To exil misery adds, to misery chains.
If warm your heart, to British feelings true,
As dear his land to him as yours to you;
And Liberty, in you a hallowed flame,
Burns, unextinguished, in his breast the same.

from: Slavery (1-20; 127-142)


Hannah More

Sklaverei


Da es dem Himmel letztlich hat gefallen,
Das Freiheitslicht zu zünden über allen –
Du stolze Sonne der Vernunft, wieso
Macht dein Licht nur die halbe Erde froh?
Gibt es doch keinen Einspruch aus dem Geist,
Der etwas gegen die Vernunft beweist.
Kein Hindernis aus Händen der Natur
Legt sich in deiner zarten Strahlen Spur,
Es gibt auch keine Gründe auf dem Weg,
Das Licht zu hindern, grade oder schräg
Zu leuchten; keine Regel der Bewegung
Oder des Rücklaufs hindert seine Regung.
Wenn der Verstand uneingeschränkt sich’s denkt,
Wieso wird dann dein Licht so eingeengt?
Der kühle Norden glänzt in deinem Kleid,
Den Süden lässt du in der Dunkelheit?
Hat man’s im Anfang dir nicht schon erzählt:
Du, Freiheit, leuchtest über alle Welt.
England liegt froh in deinem vollen Licht,
Doch dunkle Zonen seh’n die Sonne nicht.
[ …]
Halt, Mörder! Halt! Seid mir nicht so erhitzt.
Achtet Gefühle, die ihr selbst besitzt.
Selbst ihr, mit rohem Herz und rauer Hand,
Liebt eure Kinder, liebt das Heimatland,
Selbst ihr, denen die wilden, zarten Schmerzen
Frei wie die Luft stets wiederkehr’n im Herzen.
Wenn bereits euch, die ihr in Freiheit streift,
Die Sehnsucht nach dem fernen Heim ergreift,
So spürt, wie sich danach die Menschen sehnen,
Die Kummer essen, trinken ihre Tränen.
Denkt an den Elenden an seinen Stätten:
Krankheit kommt zum Exil, zum Exil Ketten.
Ist fühlend euer Herz, von Brit’schem Sinn,
Nehmt sein Gefühl so wie das eure hin.
Und, Freiheit, möge dein verehrter Schein
Unaustilgbar auch seine Brust befrei’n!
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