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Delmira Agustini: Por campos de ensueño
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Uruguay Delmira Agustini: Por campos de ensueño
Delmira Agustini
1886 - 1914 Uruguay


Por campos de ensueño

Pasó humeante el tropel de los potros salvajes,
feroces los hocicos, hirsutos de pelajes,
las crines extendidas, bravías, tal bordones,
pasaron como 'pasan pamperos y aquilones.

Y luego fueron águilas de esplendidos plumajes
trayendo de sus cumbres magníficas visiones,
con el sereno vuelo de las inspiraciones
augustas, con soberbias de olímpicos linajes.

Cruzaron hacia Oriente la limpidez del cielo,
tras ellas como cándida hostia que alzara el vuelo,
una paloma blanca como la nieve asoma.

Yo olvido el ave egregia y el bruto que foguea
pensando que en los cielos solemnes de la Idea
a veces es muy bella, muy bella una paloma.



Land der Träume

Der Fohlen stolzer Schritt ist scheu geworden.
Die Nüstern beben und ihr Fell ist ganz
zerrupft. Sie, Mähnen lang und ausgefranst,
ziehn durch die Pampa wie der Wind von Norden.

Der Adler mit dem glänzenden Gefieder,
der unsern Blick über die Gipfel lenkt,
uns die Inspiration der Stille schenkt,
gibt uns den Stolz der alten Griechen wieder.

Rein steigt etwas im Osten auf und schwebt
als Hostie durch die Himmel: Es erhebt
sich eine weiße Taube, rein wie Schnee;

doch schon vergesse ich den Vogel, seh
und denk den Himmel, der nun schürt den Glauben
an Schönheit, so viel schöner als die Tauben.


.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
22.09.2019 01:01
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