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Arthur Rimbaud - Der Schläfer imTal
#1
Frankreich 
Rimbaud: Der Schläfer im Tal

Ein grünes Loch, ein Bach mit Wonne singt,
und die verspielten Silberschatten säumen
das Gras; vom stolzen Berg die Sonne winkt,
im kleinen Tal und all dem satten Schäumen,

schläft ein Rekrut, du siehst die Sohlen jetzt
um seinen jungen Nacken blaut die Kresse,
der Stiefel auf die Gladiolen setzt,
das nasse Licht benetzt im Kraut die Blässe,

schläft wie ein krankes Kind im Lächeln fest
Es hört die hohle Brust das Flüstern nicht,
er friert - dass Wärme ihn im Sinken leite,

der sich von all dem Duft umfächeln lässt
der sich nicht mehr in seine Nüstern flicht,
zwei rote Löcher in der linken Seite.

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Le dormeur du val
C'est un trou de verdure où chante une rivière,
Accrochant follement aux herbes des haillons
D'argent ; où le soleil, de la montagne fière,
Luit : c'est un petit val qui mousse de rayons.

Un soldat jeune, bouche ouverte, tête nue,
Et la nuque baignant dans le frais cresson bleu,
Dort ; il est étendu dans l'herbe, sous la nue,
Pâle dans son lit vert où la lumière pleut.

Les pieds dans les glaïeuls, il dort. Souriant comme
Sourirait un enfant malade, il fait un somme :
Nature, berce-le chaudement : il a froid.

Les parfums ne font pas frissonner sa narine ;
Il dort dans le soleil, la main sur sa poitrine,
Tranquille. Il a deux trous rouges au côté droit.
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