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E. A. Robinson: Supremacy
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 5.029
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
USA E. A. Robinson: Supremacy
E. A. Robinson

Supremacy


There is a drear and lonely tract of hell
From all the common gloom removed afar:
A flat, sad land it is, where shadows are,
Whose lorne estate my verse may never tell.

I walked among them and I knew them well:
Men I had slandered on lif’s little star
For churis and sluggards; and I knew the scar
Upon their brows of woe ineffable.

But as I went majestic on my way,
Into the dark they vanished, one by one,
Till, with a shaft of God’s eternal day,

The dream of all my glory was undone, -
And, with a fool’s importunate dismay,
I heard the dead men singing in the sun.



Die höchste Macht

Dort ist ein trübes, tristeres Gebiet
der Hölle, fernab jeder Dunkelheit;
ein flach gebeugtes Land von Schatten weit
umspannt. – Und nichts davon sagt dieses Lied.

Ich sah die Schar wie sie vorüberflieht,
die ich verleumdet in Vergangenheit,
als Parasit, Idiot, - Ich sah ihr Leid
auf ihrer Stirn, die sich vor Schmerz verzieht.

Doch als ich stolz den Weg zuende schritt
verschwanden sie im Dunkel, nach und nach...
- Bis Gottes Glanz jäh durch das Dunkel schnitt

und offenbarte grausam meine Schmach
im Licht. Ich sah entsetzend wie somit
der Chor der Toten aus der Sonne brach.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.05.2010 20:21 von ZaunköniG.)
09.04.2007 15:08
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
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Beiträge: 1.615
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: E. A. Robinson: Supremacy
hallo zaunkönig,

ist das eine Parabel auf die Sklaverei, (white) Supremacy?

Überlegenheit

Ein einsam-trübes Stück der Hölle liegt
jenseits der allgemeinen Dunkelheit,
Schemen geh`n dort im Tal der Traurigkeit,
so einsam, dass mir jedes Wort verfliegt.

Ich kannte sie einst gut, hab sie bekriegt,
verleumdet auf der Welt zu ihrer Zeit
als faul und träg, und ich sah schon von weit
Male auf Stirnen, Leid das nie versiegt.

Wie ich voll Stolz auf meinen Wegen blieb,
verschwanden sie im Dunkel, Zug um Zug,
bis Gottes Glanz den Traum aus mir vertrieb,

mit einem Lichtstrahl, --meinen Selbstbetrug.
Dann hört` ich Narr, den die Verblendung trieb,
die Toten singen, als sie`s lichtwärts trug.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
11.04.2007 16:08
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.029
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: E. A. Robinson: Supremacy
Hallo Sneaky,

Ich lese das als einen Text, ganz allgemein über menschliche Überheblichkeit, das kann Sklaverei, bzw Rassismus betreffen oder auch ein Fehlurteil/-behandlung einzelner gegenüber. Da soll wohl jeder für sich selber sehen ob er "den ersten Stein werfen mag", oder nicht doch auch selbst gegen irgendwen einmal ungerecht war.

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
11.04.2007 18:16
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