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Samuel Taylor Coleridge: Love
#1
Gb-England 
Samuel Taylor Coleridge

Love

All thoughts, all passions, all delights,
Whatever stirs this mortal frame,
All are but ministers of Love,
And feed his sacred flame.

Oft in my waking dreams do I
Live o’er again that happy hour,
When midway on the mount I lay,
Beside the ruin’d tower.

The moonshine, stealing o’er the scene,
Had blended with the lights of eve;
And she was there, my hope, my joy,
My own dear Genevieve!

She lean’d against the armèd man,
The statue of the armèd Knight;
She stood and listen’d to my lay,
Amid the lingering light.

Few sorrows hath she of her own,
My hope! my joy! my Genevieve!
She loves me best whene’er I sing
The songs that make her grieve.

I play’d a soft and doleful air;
I sang and old and moving story –
An old rude song, that suited well
That ruin wild and hoary.

She listen’d with a flitting blush,
With downcast eyes and modest grace;
For well she knew I could not choose
But gaze upon her face.

I told her of the Knight that wore
Upon his shield a burning brand;
And that for ten long years he woo’d
The Lady of the Land.

I told her how he pined: and ah!
The deep, the low, the pleading tone
With which I sang another’s love,
Interpreted my own.


Samuel Taylor Coleridge

Liebe

Gedanken, Wünsche, alle Leiden,
Die jemals zu uns Menschen kamen,
Die dienen alle nur der Liebe,
Und nähr’n die heil’gen Flammen.

Der frohen Stunden denk’ ich gern
Im Wachtraum, ich entsinne
Mich, wie ich auf dem Hügel lag,
An Turmruinenzinne.

Der Mondschein schlich sich auf die Szene,
Sich mischend mit den Lichtern tief,
Und sie stand da, als meine Freude,
Die allerliebste Genevieve!

Sie lehnt’ an eine Rüstung sich –
Statue von einem Rittersmann –
Und hörte stehend an mein Lied
Nach Sonnenuntergang.

Nur wen’ge Sorgen plagten sie,
Ach, meine frohe Genevieve!,
Doch liebt’ am meisten sie das Lied,
Wo ihr die Träne lief.

Ich spielt’ mit sanftem Schmerz-Gefühl
Und sang von längst vergang’ner Minne,
Ein etwas rüdes Lied, das passte
Recht gut zur Burgruine.

Sie hörte zart errötend zu,
Mit leicht verschattetem Gesicht,
Sie wusste, ich kann sie gut seh’n –
Jedoch berühren nicht!

Ich sprach ihr von dem Ritter, der
Als Schildzier trug ein Flammenzeichen;
Zehn lange Jahre suchte er
Die Dame zu erreichen.

Ich sagte, wie er sich gequält,
Musst’ in die Tiefe geh’n und weinen.
Und so von fremder Liebe singend,
Sang ich von der meinen.
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