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William Preston: The Dream
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB William Preston: The Dream
William Preston
1753 - 1807 Großbritannien

The Dream

Oh, fatal dream! what forms of dire dismay!
Frantic I range beneath the damps of night--
I sat, methought, where death and pale affright
On Clara frowned;--I saw the subtle ray
Of life recede;--the loved, the lovely lay
Convulsed with pain;--no more her eyes were bright,
Her soul, the gentle mansion of delight,
Was reft; the beauteous frame was turned to clay.
With piercing shrieks I tore the silent gloom
Of awful night; the cruel phantom fled.
Yet scarce will fear my waking senses trust;
Still, still, it paints thy beauties turned to dust.
O Clara, Clara, wert thou with the dead,
Thy lover soon would follow to the tomb.



Der Traum

Oh, Alptraum, sich den Schrecken auszumalen!
Wie irre streift' ich durch den Dunst der Nacht -
Mir war, als hätt' der Tod ein Mal gemacht
auf Claras Stirn; - Ich sah: Das feine Strahlen

des Lebens und die lieben Züge flohn
von Schmerz zermürbt; matt war ihr Augenpaar.
Die Seele floh, die Hort der Freude war,
der schöne Leib zerfiel zuletzt zu Ton.

Mein scharfer Schrei zerschnitt die trübe Luft
der Horrornacht und endete den Spuk,
Die Angst ward beim Erwachen neu zu Glauben,

Doch deine Schönheit wird einmal zerstauben.
Oh Clara, hauchst du einst den letzten Zug,
folgt dein dich Liebender dir in die Gruft.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 17:12 von ZaunköniG.)
26.06.2007 12:35
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Silja Offline
Eleve
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Beiträge: 463
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: William Preston: The Dream
Hallo Zaunkönig,
das ist ja mal etwas ganz Anderes. Und du hast es auch sehr gut übertragen. Lediglich die Zeilen 11 und 12 verstehe ich da etwas anders:
Nämlich dass die vom Traum verursachte Angst seinen wachen Sinnen nicht trauen will und ihm noch immer das Bild der Toten vor Augen hält. D.h. der Traum lässt ihn nicht los. Diese Stelle kannst du noch vielleicht noch ein wenig ausbügeln.

Und im zweiten Quartett hast du zweimal das 'floh/n'. Vielleicht ließe sich das zweite davon ersetzten, 'schied' oder 'eilt' oder Ähnliches.

Ansonsten aber sehr gut geworden.
26.06.2007 13:28
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: William Preston: The Dream
Hallo Silja,

Ja, das 'schied' war, was ich gesucht habe!
auch für die Zeilen 11/12 habe ich eine Lösung, auch wenn der 'Glaube' vielleicht noch nicht ganz optimal ist.



Oh, Alptraum, sich den Schrecken auszumalen!
Wie irre streift' ich durch den Dunst der Nacht -
Mir war, als hätt' der Tod ein Mal gemacht
auf Claras Stirn; - Ich sah: Das feine Strahlen

des Lebens und die lieben Züge flohn
von Schmerz zermürbt; matt war ihr Augenpaar.
Die Seele schied, die Hort der Freude war,
der schöne Leib zerfiel zuletzt zu Ton.

Mein scharfer Schrei zerschnitt die trübe Luft
der Horrornacht und endete den Spuk,
Doch Furcht blieb beim Erwachen und der Glauben,

die Schönheit könne irgendwann zerstauben.

Oh Clara, hauchst du einst den letzten Zug,
folgt dein dich Liebender dir in die Gruft.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
28.06.2007 11:46
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Silja Offline
Eleve
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Beiträge: 463
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: William Preston: The Dream
Damit bist du schon einiges näher gekommen.

Wie wär's mit:

Doch will die Angst dem wachen Sinn kaum glauben

sieht deine Schönheit weiterhin zerstauben.
28.06.2007 12:47
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #5
RE: William Preston: The Dream
Puh!
Und ich fürchtete schon, ich muß mir neue Reimwörter suchen.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
28.06.2007 17:33
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