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Edgar Allan Poe: The City In The Sea
Sneaky Offline
Metrik-Matador
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
USA Edgar Allan Poe: The City In The Sea
The City In The Sea

Lo ! Death has reared himself a throne
In a strange city lying alone
Far down within the dim West,
Wherethe good and the bad and the worst and the best
Have gone to their eternal rest.
There shrines and palaces and towers
(Time-eaten towers that tremble not!)
Resemble nothing that is ours.
Around, by lifting winds forgot,
Resignedly beneath the sky
The melancholy waters lie.

No rays from the holy heaven come down
On the long night-time of that town;
But light from out the lurid sea
Streams up the turrets silently -
Gleams up the pinnacles far and free -
Up domes - up spires - up kingly halls -
Up fanes - up Babylon-like walls -
Up shadowy long-forgotten bowers
Of scultured ivy and stone flowers -
Up many and many a marvellous shrine
Whose wreathed friezes intertwine
The viol, the violet, and the vine.

Resignedly beneath the sky
The melancholy waters lie.
So blend the turrets and shadows there
That all seem pendulous in air,
While from a proud tower in the town
Death looks gigantically down.

There open fanes and gaping graves
Yawn level with the luminous waves ;
But not the riches there that lie
In each idol's diamond eye -
Not the gaily-jewelled dead
Tempt the waters from their bed ;
For no ripples curl, alas!
Along that wilderness of glass -
No swellings tell that winds may be
Upon some far-off happier sea -
No heavings hint that winds have been
On seas less hideously serene.

But lo, a stir is in the air!
The wave - there is a movement there!
As if the towers had thrown aside,
In slightly sinking, the dull tide -
As if their tops had feebly given
A void within the filmy Heaven.
The waves have now a redder glow -
The hours are breathing faint and low -
And when, amid no earthly moans,
Down, down that town shall settle hence,
Hell, rising from a thousand thrones,
Shall do it reverence.

Die Stadt im Meer

Der Tod hat sich einen Thron gefügt
in der Stadt, die verödet in Stille liegt
weit fern von hier im dunkelnden Westen,
wo Gute und Schlechte, die Schlimmsten und Besten
ewig erlöst sind von allen Gebresten.
Dort sind Paläste mit Türmen, Altären,
(befallen von Zeit, doch nicht zerfressen)
die nichts auf der Welt vergleichbar wären.
Ringsum liegt von allen Winden vergessen
dumpf unter dem Himmel ergeben,
ein Meer in trauerndem Schweben.

Kein lichter Strahl einer himmlischen Macht
dringt ein in die Stadt und beendet die Nacht.
Doch heraus aus dem schillernden Meer
kriecht Licht in die steinerne Wehr
von Türmen und Zinnen und glitzert schwer -
auf Kuppeln und Säulen und fürstlichen Hallen,
auf Mauern, die steiler als Babylons fallen,
auf Söller, schon lange im Schatten verdämmert,
auf Efeu und Blumen in Stein eingehämmert –
auf Schreine, die sich in Pracht erheben,
auf Friese, in denen sich windend verweben,
Fresken und Veilchen mit rankenden Reben.

Dumpf unter dem Himmel ergeben,
ein Meer voll trauerndem Schweben.
So vermischt ist der Schatten dem Stein
als trüge die Augen ein Schein.
Dort blickt von den ragenden Zinnen
der Tod in titanischem Sinnen.

Offene Gräber und stumme Kapellen
spiegeln sich müd in leuchtenden Wellen,
doch kein diamantenes Schwelen
in goldener Götzen Augenhöhlen
noch der Toten hellglitzernder Tand
lockt schlummernde Wasser an Land..
Nichts kräuselt die Fläche der Flut
- Vulkanglas, das totenstarr ruht.
Kein Lufthauch erzählt von fernen Meeren
wo Äolus Söhne in Freiheit verkehren.
Kein sachtes Wiegen lässt Winde erschauen
von Meeren, die nicht so entsetzlich blauen.

Doch plötzlich hat sich die Luft geregt
die Welle- sie hat sich sachte bewegt,
als hätten die Türme die Tide erweckt
die ihr Sinken mit grauem Wasser beleckt,
als wären die Glocken ertrinkend erklungen,
ihr Lied durch den stählernen Himmel gedrungen.
Die Wellen verfärbt nun ein tiefes Karmin,
der Atem der Stunden keucht leise dahin.
Ist dann die Stadt mit unirdischem Ächzen
versunken im Schlund aller Meere,
erhebt sich die Hölle mit jubelndem Krächzen
vom Thron und erweist ihr Ehre.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
11.07.2007 20:34
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