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H. Coleridge: The First Birthday
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB H. Coleridge: The First Birthday
The First Birthday

The sun, sweet girl, hath run his year-long race
Through the vast nothing of the eternal sky –
Since the glad hearing of the first faint cry
Announced a stranger from the unknown place

Of unborn souls. How blank was then the face,
How uninformed the weak light-shunning eye,
That wept and saw not. Poor mortality
Begins to mourn before it known its case,

Prophetic in its ignorance. But soon
The hospitalities of earth engage
The banished spirit in its new exile –

Pass some few changes of the fickle moon,
The merry babe has learned its mother’s smile,
Its father’s frown, its nurse’s mimic rage.




Der erste Geburtstag

Die Sonne schließt heut ihre Jahresbahn
durchs weite Nichts im steten Himmelskreis,
seit deines ersten langersehnten Schreis,
der kündigt diesen fremden Menschen an

vom Ort der ungebornen Seelen. Hell
war dein Gesicht, dein Auge, dieses scheue,
weinte, sah noch nicht. Oh, - arme neue
Sterblichkeit, weiß nicht wie tief sie fällt.

Prophetisch warst du in der Weltverachtung,
doch bald war deine Göttlichkeit gebunden,
der Geist gebannt im neuen Erdexil.

Es flogen Sonnentage und Umnachtung,
bald hast du Mutters Lächeln nachempfunden,
und Vaters Fratzen, - Ach: du lernst so viel.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 10:51 von ZaunköniG.)
04.11.2007 11:14
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