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Charles Baudelaire: A une passante
Rohrer Offline
Federgewicht
*****

Beiträge: 52
Registriert seit: Jun 2018
Beitrag #21
RE: Charles Baudelaire: A une passante
Angeregt durch Eure Arbeit, hier mein bescheidener Versuch:


Einer Vorübergehenden

Die Straße um mich schrie, schien ohne Halt zu beben.
Dort schritt sie groß und schlank, die Schmerz und Trauer fassten,
vorbei; des Mantels Saum ⋅ sah ich die Frau ertasten,
um majestätisch stolz ⋅ die Borte bald zu heben;

Welch edelster Basalt ⋅ als sie die Füße senkt.
Aus ihren Augen trank, die mich im Wahne kühlten,
ich stilles Himmelblau, wo längst Orkane wühlten:
Die Lust bringt jedem Tod, den ihre Süße fängt.

Ein Blitz ... dann Nacht! und als die Schönheit weiterzog,
da ich, grad neu geborn ⋅ schon ums Vermissen wusste:
Ob je ein Wiedersehn ⋅ mit dir die Zeit erwog?

Zu spät? Man ahnt ja nie, wie man zuweilen irrt,
doch keiner weiß wohin ⋅ der andre eilen wird!
Ich hätte dich geliebt ⋅ dich, die drum wissen musste.
17.02.2019 00:58
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RE: Charles Baudelaire: A une passante - Rohrer - 17.02.2019 00:58



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