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Auenland (Ein Wintermärchen) - Fragment
Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #23
RE: Auenland (Ein Wintermärchen) - Fragment
Hallo ZaunköniG,

der Südfön hatte mich fest im Griff, daher kommt die Antwort etwas verspätet.

Danke, dass du mich auf diese scheinbare "Kleinigkeit"aufmerksam machst. Das passiert, wenn das geistige Bild schon so fest und realistisch im Kopf sitzt und bei der sprachilichen Komprimierung "offen Sichtliches" unter den Tisch fällt. Nätürlich ist es eine schneebedeckte Winterlandschaft. Wie du richtig bemerkst habe ich in den Vorgängersonetten von Reif gesprochen. Leider hatte ich mich in Sonett III in V10 für "Reifkristalle" entschieden, wegen dem "f" ("Aliteration"). Daher werde ich hier ansetzen und auf "Schneekristalle" ändern.
Sonett III / 1. Terzine:
"verkeilen, scheuern, Weidenzweige schwanken
im Schauer feiner Scheekristalle bricht
ein Block entzwei, er kullert, knickt die Ranken, "

ad Eisblock:

Es entsteht hier an dieser Stelle ein Eisstau. Bei ein allem Eisstau beginnen sich die Schollen durch das nachdrängende Wasser allmählich aufzuschichten, wobei dies sowohl nach oben und nach unten geschieht. Dort wo der Druck am Größten ist beginnten sie sich aufzutürmen.
Daher habe ich auch die Begriffe Wall, Stoß, Damm in S I u. SII verwendet. Und eben von dort "oben" wird ein Brocken nah am Ufer abgesprengt, kollert in den Uferbewuchs - Silberpappeln wachsen mitunter nah am Ufer oder auf Sandbänken als Pioniergehölze.

ad Fall:

In welche Richtung sie dann, von einem walzenden Eisbrocken getroffen, fällt, ist wohl dann von vielen Faktoren abhängig. In meinem Fall fällt sie dann eben in den Schnee und verschwindet dort teilweise. Dies setzt allerdings eine gewisse Schnneehöhe voraus. Sie wird also nicht von dem von den Ästen abstaubenden Schnee zugedeckt.

Aber ich weiß deine frühzeitigen Einwände zu schätzen, richten sie doch die Aufmerksamkeit wieder auf die Stimmigkeit des Plots.

LG Friedrich

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
13.03.2008 21:40
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
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Beiträge: 1.618
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #24
RE: Auenland (Ein Wintermärchen) - Fragment
Hallo Friedrich,

die Stücke im bisherigen Thread finde ich schön. Vor allem die ersten 8 Zeilen des Anfangsonetts sind wunderbar und mein Favorit bisher (bin gespannt auf die Fortführung) Im weiteren Verlauf sind mir ein paar Stellen aufgefallen, die mir persönlich unrund(er) erscheinen.

In II

V2Z4 finde ich „bezwingen“ weniger passend, da sich der Fluss ja (noch nicht einmal) zwingen lässt, zwingen im Sinn von in eine Form bringen, vielmehr sprengt er das Eis.

Von daher würde mir „doch zwingen“ besser gefallen und es würde mir auch den Übergang in den nächsten Vers sehr leicht machen
„..doch zwingen/lässt er der Fluss sich nicht..“

In III

V1Z4 und V2Z1

Ist V1Z4 um eine Silbe zu lang, das fällt umso mehr auf, als du dich sonst exakt (ich hab nicht gezählt, nur nachgefühlt) an die Silbenzahlen gehalten hast.

Bei V2Z1 gefällt mir „schichten“ ohne das rückbezügliche „sich“ nicht richtig.

In IV

V4Z2 würde ich „verbirgt“ anstatt „versteckt“ vorziehen.

Das sind im Verhältnis aber nur Kleinigkeiten.

Gruß

Sneaky

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
14.03.2008 22:03
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Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #25
RE: Auenland (Ein Wintermärchen) - Fragment
Hallo sneaky,

auch dir herzlichen Dank für deine Hinweise und Anregungen, bin nur leider "außer Gefecht" und werde mich später wieder melden.

LG Friedrich

PS: Umgekehrt warte ich schon gespannt auf die Fortsetzung deines Tarotzykluses.

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
15.03.2008 20:44
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Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #26
RE: Auenland (Ein Wintermärchen) - Fragment
Hallo zusammen,

ich habe jetzt noch die eine oder ander kleinere Änderung vorgenommen und belasse sie auch vor einer eventuellen Endrevision in dieser Form. Auch wenn die Temperaturen nicht danach sind werde ich den Kranz fortsetzen...

LG Friedrich

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
08.05.2008 17:29
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