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Stadtromanze
Fabian Offline
Armer Poet
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Beiträge: 61
Registriert seit: Jan 2008
Beitrag #1
Stadtromanze
Gleich acht! Mein Kopf liegt schief am Badewannenrand,
es ist so still hier drin, du hast nicht angerufen.
Die Frau im Flur verflucht die hohen Kellerstufen;
ich denk an dich und zähl die Kacheln an der Wand.

Wir saßen am Hans-Albers-Platz vor einer Bar
und sprachen über Kant in der Entwicklungsfrage,
verpasste Träume und den Wein der letzten Tage,
der auch mit Schraubverschluss ein wenig korkig war.

Die Stadt um uns war ungefähr und doch vertraut,
dieselben Unbekannten kamen und verschwanden,
in dunklen Gräbernischen, die sie schlafend fanden;
wir waren flüchtig, Suchende in fremder Haut.

Du lächeltest, ich gab dir zaghaft einen Kuss;
von Sehnsucht, Liebe, war kein Sterbenswort zu hören;
(man wartet ab, um es am Ende zu beschwören)
Die Zeit verging, dir wurde kalt; dann kam dein Bus.

Wenn du ab und zu deinen Blickwinkel änderst, verbessern sich auch deine Perspektiven

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29.04.2008 14:18
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