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Emil Aarestrup: Morgenen
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Dänemark Emil Aarestrup: Morgenen
Morgenen

Naar Morgnen phantaserer paa sin Lyre
Og dens Accorder sødt fra Leiet kalde:
Træd ud da i den store Dæmrings-Halle!
Hør Lærkechorets fromme Ouverture!

Forteppet, som Guldfryndser lyst baldyre,
Som Nattens Taager væve, seer du falde.
Halvdrømmende vor Herres Urter alle
Er pynted’ ud med Farverne de dyre.

Huldt ranker Sjælen sig til blomsterstaven,
Som sandselivets Tryllepensler male,
Og klarest perler Duggen for de Glade:

Sværm derfor ud med Bierne til Haven!
Følg Hyrdefløiten i de grønne Dale!
Lad freidigt Mod i Morgenluft sig bade!



Am Morgen

Als ob mich Feenklang der Nacht entführe,
ein Weck-Akkord, der mich vom Lager weht.
Und aus der hohen Dämmerung ergeht
vom Lerchenchor die frohe Ouvertüre!

Der Tag schmückt sich mit goldener Bordüre
die gleichsam aus dem Nachtgewand ersteht.
Halbträumend schau ich übers Kräuterbeet,
wie’s neue Farben mischt und Lichter schüre.

Die Gedanken reih’n sich zu Guirlanden;
und weihen mir ein reines Seelenmal.
Der Tau erfreut mit klarem Perlenglanz.

Die Sinne, die sich sich Richtung Garten wanden,
folgen Hirtenflöten in das Tal,
und frische Morgenluft umfängt mich ganz.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2010 18:50 von ZaunköniG.)
12.05.2008 09:56
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