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S. T. Coleridge: On a Discovery Made Too Late
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beitrag #1
GB S. T. Coleridge: On a Discovery Made Too Late
On a Discovery Made Too Late

Thou bleedest, my poor Heart! and thy distress
Reasoning I ponder with a scornful smile
And probe thy sore wound sternly, though the while
Swoln be mine eye and dim with heaviness.
Why didst thou listen to Hope's whisper bland?
Or, listening, why forget the healing tale,
When Jealousy with feverous fancies pale
Jarr'd thy fine fibres with a maniac's hand?
Faint was that Hope, and rayless!--Yet 'twas fair
And sooth'd with many a dream the hour of rest:
Thou should'st have lov'd it most, when most opprest,
And nurs'd it with an agony of care,
Even as a mother her sweet infant heir
That wan and sickly droops upon her breast!



Eine späte Erkenntnis

Mein armes Herz, du blutest. Deiner Qual
nachspürend macht sich Angst im Lächeln breit,
seh ich die Wunde, und im Lauf der Zeit
wird mir das Augenlicht von Schwermut fahl.

Warum betörte Hoffnung den Verstand,
vergaßt du Warnungen für Schmeicheleien,
wenn Eifersucht erblasst, Phantastereien
dich heiß durchzittern wie von irrer Hand?

Ein schwaches Hoffnungsflimmern! Doch so lind
befällt dich süßer Traum zur Zeit der Rast.
Die größte Liebe trägt die größte Last

und stillt sie, von Besorgnis stets bedrängt,
wie eine Mutter, die ihr zartes Kind
sanft wiegt, das blass an ihrem Busen hängt.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 15:49 von ZaunköniG.)
27.05.2008 21:18
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