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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Alle Foren]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 02:30:24 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Jacinto Labaila: A Galatea]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32992</link>
			<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 05:50:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=32992</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jacinto  Labaila</span><br />
1833 - 1895 Spanien<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">A Galatea</span><br />
<br />
Llena mi corazón de tus amores <br />
la imagen inmortal y en mi cabeza <br />
de la gloria la fúlgida belleza <br />
levanta pensamientos bullidores. <br />
<br />
El amor y la gloria son las flores <br />
más lindas que creó naturaleza, <br />
y el mortal que a aspirar su aroma empieza, <br />
vive siempre aspirando sus olores. <br />
<br />
Por la gloria poética me afano; <br />
ella en mil ilusiones eslabona <br />
las ideas que asaltan en mi mente... <br />
¡Si alcanzara el laurel!... ¡Ah, fuera en vano! <br />
¡Qué importa alcanzar una corona <br />
si el mundo nunca la verá en tu frente!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Galatea</span><br />
<br />
Erfüll' mein ganzes Herz mit deiner Liebe<br />
und meinen Kopf mit unsterblichem Bild<br />
von deiner Herrlichkeit. So hell und mild<br />
sei'n die Gedanken mir stets angetrieben.<br />
<br />
Liebe und Ruhm sind uns die schönsten Blumen,<br />
mit denen uns Natur das Leben ziert.<br />
Ein Jeder, der die Düfte inhaliert,<br />
der atmet immerwährend die Aromen.<br />
<br />
Dem Dichterruhm gilt's  Streben meines Lebens:<br />
In Dichtung sind die Bilder all gefangen,<br />
und die Ideen, die meinen Geist berennen.<br />
<br />
Doch all der Lorber, ach, er wär vergebens!<br />
Was nutzt es, eine Krone zu erlangen,<br />
wenn niemand in der Welt sie mag erkennen?<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Jacinto  Labaila</span><br />
1833 - 1895 Spanien<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">A Galatea</span><br />
<br />
Llena mi corazón de tus amores <br />
la imagen inmortal y en mi cabeza <br />
de la gloria la fúlgida belleza <br />
levanta pensamientos bullidores. <br />
<br />
El amor y la gloria son las flores <br />
más lindas que creó naturaleza, <br />
y el mortal que a aspirar su aroma empieza, <br />
vive siempre aspirando sus olores. <br />
<br />
Por la gloria poética me afano; <br />
ella en mil ilusiones eslabona <br />
las ideas que asaltan en mi mente... <br />
¡Si alcanzara el laurel!... ¡Ah, fuera en vano! <br />
¡Qué importa alcanzar una corona <br />
si el mundo nunca la verá en tu frente!<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Galatea</span><br />
<br />
Erfüll' mein ganzes Herz mit deiner Liebe<br />
und meinen Kopf mit unsterblichem Bild<br />
von deiner Herrlichkeit. So hell und mild<br />
sei'n die Gedanken mir stets angetrieben.<br />
<br />
Liebe und Ruhm sind uns die schönsten Blumen,<br />
mit denen uns Natur das Leben ziert.<br />
Ein Jeder, der die Düfte inhaliert,<br />
der atmet immerwährend die Aromen.<br />
<br />
Dem Dichterruhm gilt's  Streben meines Lebens:<br />
In Dichtung sind die Bilder all gefangen,<br />
und die Ideen, die meinen Geist berennen.<br />
<br />
Doch all der Lorber, ach, er wär vergebens!<br />
Was nutzt es, eine Krone zu erlangen,<br />
wenn niemand in der Welt sie mag erkennen?<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Marggraf, Hermann: An meine Feder]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31699</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:51:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31699</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Marggraf </span>            <br />
1809 - 1864<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An meine Feder</span><br />
<br />
Dir dank ich alles, was ich bin und habe, -<br />
Zwar wenig ist’s, doch ist es mir genug, -<br />
Dir kleiner Federkiel, der du mein Pflug,<br />
Mein Spaten bist, mit dem ich pflüg und grabe.<br />
<br />
Und ganz gewiß, ich halte dich im Trabe,<br />
Und willig dienst du mir und ohne Lug,<br />
Und wirst mir dienen bis zum Aschenkrug,<br />
Zu hoffen wag ichs, noch mit mancher Gabe.<br />
<br />
Und was du auch gefehlt in Drang und Haft,<br />
Doch sah man dich nie bei der Menge nächtigen,<br />
Nein, einsam trugst du deiner Nächte Last.<br />
<br />
Nie schlichst du bei Gewaltigen und Mächtigen<br />
Dich dienend ein als kriecherischer Gast<br />
Und fröntest nie dem Schimmernden und Prächtigen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hermann Marggraf </span>            <br />
1809 - 1864<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An meine Feder</span><br />
<br />
Dir dank ich alles, was ich bin und habe, -<br />
Zwar wenig ist’s, doch ist es mir genug, -<br />
Dir kleiner Federkiel, der du mein Pflug,<br />
Mein Spaten bist, mit dem ich pflüg und grabe.<br />
<br />
Und ganz gewiß, ich halte dich im Trabe,<br />
Und willig dienst du mir und ohne Lug,<br />
Und wirst mir dienen bis zum Aschenkrug,<br />
Zu hoffen wag ichs, noch mit mancher Gabe.<br />
<br />
Und was du auch gefehlt in Drang und Haft,<br />
Doch sah man dich nie bei der Menge nächtigen,<br />
Nein, einsam trugst du deiner Nächte Last.<br />
<br />
Nie schlichst du bei Gewaltigen und Mächtigen<br />
Dich dienend ein als kriecherischer Gast<br />
Und fröntest nie dem Schimmernden und Prächtigen.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Maltitz, Franz Friedrich Apollonius von:  Der Gefangene]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31694</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:48:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31694</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Franz Friedrich Apollonius  <br />
Freiherr von Maltitz</span><br />
1795 - 1870 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Gefangene</span><br />
<br />
Von dr Fesseln Eisenlast gebunden,<br />
Schau’ ich weinend in des Aethers Blau,<br />
Mich erquicket nicht des Abends Thau,<br />
Schwer wie Ketten drücken mich die Stunden!<br />
<br />
Hätte früh mich Todesnacht umwunden!<br />
Mich ergriff das Leben hart und rauh,<br />
Ein Novembertag in düsterm Grau.<br />
Wer des Grabes Sicherheit gefunden,<br />
<br />
Den verfolgt der Fluch des Schicksals nimmer<br />
Denn es glänzent ihm ein bess’res Sein;<br />
Wie der Abendsonne milder Schimmer<br />
<br />
Strahlt mir jener selige Verein,<br />
Wo der Knechtschaft harte Ketten schwinden,<br />
Wo wir Glück und Freiheit wieder finden.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Franz Friedrich Apollonius  <br />
Freiherr von Maltitz</span><br />
1795 - 1870 <br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Gefangene</span><br />
<br />
Von dr Fesseln Eisenlast gebunden,<br />
Schau’ ich weinend in des Aethers Blau,<br />
Mich erquicket nicht des Abends Thau,<br />
Schwer wie Ketten drücken mich die Stunden!<br />
<br />
Hätte früh mich Todesnacht umwunden!<br />
Mich ergriff das Leben hart und rauh,<br />
Ein Novembertag in düsterm Grau.<br />
Wer des Grabes Sicherheit gefunden,<br />
<br />
Den verfolgt der Fluch des Schicksals nimmer<br />
Denn es glänzent ihm ein bess’res Sein;<br />
Wie der Abendsonne milder Schimmer<br />
<br />
Strahlt mir jener selige Verein,<br />
Wo der Knechtschaft harte Ketten schwinden,<br />
Wo wir Glück und Freiheit wieder finden.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Malsburg, Ernst Otto von der: Das Schöne]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31693</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:46:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31693</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Friedrich Georg Otto  <br />
von der Malsburg</span><br />
1786 - 1824<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Das Schöne</span><br />
<br />
Ja, laßt uns innig an dem Schönen halten;<br />
Es kann allein das Licht an’s Leben fesseln,<br />
Sein Strahl allein läßt aus der Erde Nesseln<br />
Des Himmels Immortellen sich entfalten.<br />
 <br />
O steigt herab, ihr leuchtenden Gestalten,<br />
Von euren blauen, sterndurchsä’ten Sesseln,<br />
Und laßt in diesen dumpfen Felsenkesseln<br />
Der Liebe Licht und der Begeist’rung walten.<br />
<br />
Ja, Freunde, nimmer wollen wir erkalten<br />
Für das, was hier in dieser düstern Welt<br />
Ein edles Herz allein noch aufrecht hält.<br />
<br />
Wir wollen wuchernd mit den Schätzen schalten<br />
Und geizig im phantast’schen Reichthum wühlen,<br />
Mit tiefer Lust und innigen Gefühlen.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ernst Friedrich Georg Otto  <br />
von der Malsburg</span><br />
1786 - 1824<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><br />
Das Schöne</span><br />
<br />
Ja, laßt uns innig an dem Schönen halten;<br />
Es kann allein das Licht an’s Leben fesseln,<br />
Sein Strahl allein läßt aus der Erde Nesseln<br />
Des Himmels Immortellen sich entfalten.<br />
 <br />
O steigt herab, ihr leuchtenden Gestalten,<br />
Von euren blauen, sterndurchsä’ten Sesseln,<br />
Und laßt in diesen dumpfen Felsenkesseln<br />
Der Liebe Licht und der Begeist’rung walten.<br />
<br />
Ja, Freunde, nimmer wollen wir erkalten<br />
Für das, was hier in dieser düstern Welt<br />
Ein edles Herz allein noch aufrecht hält.<br />
<br />
Wir wollen wuchernd mit den Schätzen schalten<br />
Und geizig im phantast’schen Reichthum wühlen,<br />
Mit tiefer Lust und innigen Gefühlen.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mahlmann, Siegfried August: Die Spröde]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31692</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:43:59 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31692</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried August Mahlmann  </span>                    <br />
1771 - 1826<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Spröde</span><br />
<br />
Mit Blumen ist der holde Lenz gekommen,<br />
Gesang der Liebe tönt aus grünen Zweigen,<br />
Am Rosenstock sich junge Knospen zeigen<br />
Und Lebenshauch kommt durch die Luft geschwommen.<br />
<br />
Auch mir vom Herzen ist der Frost genommen,<br />
Gern geb’ ich meiner Holden mich zu eigen,<br />
Doch kann ich nicht ihr hartes Herz erweichen!<br />
Kein Frühling ist in ihrer Brust erglommen!<br />
<br />
Verstände sie der Nachtigallen Schlagen,<br />
Begriffe sie der Vöglein stilles Bauen,<br />
Nicht würde sie mir Kuß und Blick versagen –<br />
<br />
Sie sänk’ an meinen Busen voll Vertrauen<br />
Und Glück der Liebe würde blühn und reifen! –<br />
So reizend sein und gar nichts zu begreifen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siegfried August Mahlmann  </span>                    <br />
1771 - 1826<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Spröde</span><br />
<br />
Mit Blumen ist der holde Lenz gekommen,<br />
Gesang der Liebe tönt aus grünen Zweigen,<br />
Am Rosenstock sich junge Knospen zeigen<br />
Und Lebenshauch kommt durch die Luft geschwommen.<br />
<br />
Auch mir vom Herzen ist der Frost genommen,<br />
Gern geb’ ich meiner Holden mich zu eigen,<br />
Doch kann ich nicht ihr hartes Herz erweichen!<br />
Kein Frühling ist in ihrer Brust erglommen!<br />
<br />
Verstände sie der Nachtigallen Schlagen,<br />
Begriffe sie der Vöglein stilles Bauen,<br />
Nicht würde sie mir Kuß und Blick versagen –<br />
<br />
Sie sänk’ an meinen Busen voll Vertrauen<br />
Und Glück der Liebe würde blühn und reifen! –<br />
So reizend sein und gar nichts zu begreifen!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[An Florenz]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31675</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:41:22 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31675</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Florenz</span><br />
<br />
Unruh’ge Wünsche sind geheime Kunden<br />
Von gleichem Sehnen, zarter Gegenliebe,<br />
Daß sich der Himmel auch um uns betrübe<br />
Und Schmerz nach uns, der Heimat fern, empfunden.<br />
<br />
Laß immerhin dich durch und durch verwunden,<br />
Erkranke recht im namenlosen Triebe,<br />
Und wenn das Herz süßblutend offen bliebe,<br />
Senkt Himmel wurzelnd sich in deine Wunden.<br />
<br />
Die Wurzeln wachsen tief ins durst’ge Herze;<br />
Drängend auflodern sie die leichte Erde<br />
Und ziehn sie mit sich fort zum Ätherreiche.<br />
<br />
Verdüftend stirbt der Wunsch im glühnsten Schmerze,<br />
Weiß, daß er auch geliebt, gefunden werde,<br />
Das Waldhorn sagt ihm, wo er Lieb erreiche.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An Florenz</span><br />
<br />
Unruh’ge Wünsche sind geheime Kunden<br />
Von gleichem Sehnen, zarter Gegenliebe,<br />
Daß sich der Himmel auch um uns betrübe<br />
Und Schmerz nach uns, der Heimat fern, empfunden.<br />
<br />
Laß immerhin dich durch und durch verwunden,<br />
Erkranke recht im namenlosen Triebe,<br />
Und wenn das Herz süßblutend offen bliebe,<br />
Senkt Himmel wurzelnd sich in deine Wunden.<br />
<br />
Die Wurzeln wachsen tief ins durst’ge Herze;<br />
Drängend auflodern sie die leichte Erde<br />
Und ziehn sie mit sich fort zum Ätherreiche.<br />
<br />
Verdüftend stirbt der Wunsch im glühnsten Schmerze,<br />
Weiß, daß er auch geliebt, gefunden werde,<br />
Das Waldhorn sagt ihm, wo er Lieb erreiche.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Litzkirchner, Karl Friedrich: Während der Krankheit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31668</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:38:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31668</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Friedrich Litzlkirchner</span><br />
1802 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Während der Krankheit</span><br />
<br />
Wenn du auf’s Schmerzenlager hingelehnet<br />
Der Tage zählest und der Stunden Gang,<br />
(Ach, nicht mehr Flug!), und wenn du heiß und bang<br />
Nach Mitgefühl und Tröstung dich gesehnet;<br />
<br />
Dann lerne fühlen in des Schmerzens Drang,<br />
Daß zu dem Leidenden sich Keiner sehnet.<br />
Er lieget freundlos, und kein holder Klang<br />
Tönt an das Herz, das sich verlassen wähnet.<br />
<br />
Da tritt die Mutter her in leisen Tritten<br />
Und bietet hilfreich überall den Arm,<br />
Des Kindes Trost und Retterin zu werden.<br />
<br />
Sie hat ja auch, die Mutter, mitgelitten.<br />
Ach nur Ein Lieben lebt auf Gottes Erden,<br />
Und das ist Mutterliebe, zart und warm!<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Karl Friedrich Litzlkirchner</span><br />
1802 - ?<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Während der Krankheit</span><br />
<br />
Wenn du auf’s Schmerzenlager hingelehnet<br />
Der Tage zählest und der Stunden Gang,<br />
(Ach, nicht mehr Flug!), und wenn du heiß und bang<br />
Nach Mitgefühl und Tröstung dich gesehnet;<br />
<br />
Dann lerne fühlen in des Schmerzens Drang,<br />
Daß zu dem Leidenden sich Keiner sehnet.<br />
Er lieget freundlos, und kein holder Klang<br />
Tönt an das Herz, das sich verlassen wähnet.<br />
<br />
Da tritt die Mutter her in leisen Tritten<br />
Und bietet hilfreich überall den Arm,<br />
Des Kindes Trost und Retterin zu werden.<br />
<br />
Sie hat ja auch, die Mutter, mitgelitten.<br />
Ach nur Ein Lieben lebt auf Gottes Erden,<br />
Und das ist Mutterliebe, zart und warm!<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Traumgedanken]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31652</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:36:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31652</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Traumgedanken</span><br />
<br />
Ich denke dein, mein süßes Kind,<br />
Ich sehe dich in deinem Zimmer:<br />
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer<br />
Durchs offne Fenster quellend rinnt.<br />
<br />
Mit den Gardinen spielt der Wind.<br />
Du schreckst erröthend auf O nimmer<br />
Nah’ dir in lockendem Geflimmer<br />
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!<br />
<br />
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,<br />
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,<br />
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –<br />
<br />
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,<br />
Dann seufze: Ach ich war allein!<br />
Und halte, was dein Herz verspricht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Traumgedanken</span><br />
<br />
Ich denke dein, mein süßes Kind,<br />
Ich sehe dich in deinem Zimmer:<br />
Des Mondes duft’ger Zauberschimmer<br />
Durchs offne Fenster quellend rinnt.<br />
<br />
Mit den Gardinen spielt der Wind.<br />
Du schreckst erröthend auf O nimmer<br />
Nah’ dir in lockendem Geflimmer<br />
Ein böser Traum, scheuch’ ihn geschwind!<br />
<br />
Doch huscht ein Traum in’s Fenster ein,<br />
ein guter Traum, verjag’ ihn nicht,<br />
Laß in dein Bettchen ihn hinein! –<br />
<br />
Und küßt dich wach das Sonnenlicht,<br />
Dann seufze: Ach ich war allein!<br />
Und halte, was dein Herz verspricht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Urzeit]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31561</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:33:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31561</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Urzeit</span><br />
<br />
Ein Dämmrungsfalter, kaum entschlüpft den Puppen<br />
Des Stein-und Pflanzenreichs, sieh, da vertraute<br />
Die junge Thierwelt, als ihr Morgen graute,<br />
Den Flügeln sich, noch ganz in harten Schuppen.<br />
<br />
Noch stoben Rauch der Berge nackte Kuppen,<br />
Und wie die Wasserfluth allmählich staute,<br />
So schwang es sich empor, gezähnt, und schaute<br />
Begierig aus nach grünen Inselgruppen.<br />
<br />
Da freute jedes Ungethüm, und kreischend<br />
In aller Scheußlichkeit, sich seines Fanges,<br />
Den gleich abscheulich wilden Feind zerfleischend.<br />
<br />
In trüber Mondnacht heulte da sein Banges<br />
Geschrei die Brut, den Beutetheil erheischend,<br />
Im Ahnungsgraun des eignen Unterganges.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Urzeit</span><br />
<br />
Ein Dämmrungsfalter, kaum entschlüpft den Puppen<br />
Des Stein-und Pflanzenreichs, sieh, da vertraute<br />
Die junge Thierwelt, als ihr Morgen graute,<br />
Den Flügeln sich, noch ganz in harten Schuppen.<br />
<br />
Noch stoben Rauch der Berge nackte Kuppen,<br />
Und wie die Wasserfluth allmählich staute,<br />
So schwang es sich empor, gezähnt, und schaute<br />
Begierig aus nach grünen Inselgruppen.<br />
<br />
Da freute jedes Ungethüm, und kreischend<br />
In aller Scheußlichkeit, sich seines Fanges,<br />
Den gleich abscheulich wilden Feind zerfleischend.<br />
<br />
In trüber Mondnacht heulte da sein Banges<br />
Geschrei die Brut, den Beutetheil erheischend,<br />
Im Ahnungsgraun des eignen Unterganges.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonetti spirituali 007 - Qual digiuno augellin, che vede ed ode]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31082</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:15:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31082</guid>
			<description><![CDATA[Qual digiuno augellin, che vede ed ode<br />
Batter l'ali alla madre intorno, quando <br />
Gli reca il nutrimento: ond' egli, amando <br />
Il cibo e quella, si rallegra e gode; <br />
<br />
E dentro al nido suo si strugge e rode <br />
  Per desio di seguirla anch' ei volando; <br />
  E la ringrazia in tal modo cantando, <br />
Che par ch'oltre 'l poter la lingua snode;<br />
<br />
Tal'io qualor il caldo raggio e vivo<br />
Del divin sole, onde nutrisco il core, <br />
Più dell'usato lucido lampeggia, <br />
<br />
Muovo la penna, spinta dall'amore<br />
Interno; e senza ch'io stessa m'avveggia, <br />
Di quel ch'io dico le sue lodi scrivo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Qual digiuno augellin, che vede ed ode<br />
Batter l'ali alla madre intorno, quando <br />
Gli reca il nutrimento: ond' egli, amando <br />
Il cibo e quella, si rallegra e gode; <br />
<br />
E dentro al nido suo si strugge e rode <br />
  Per desio di seguirla anch' ei volando; <br />
  E la ringrazia in tal modo cantando, <br />
Che par ch'oltre 'l poter la lingua snode;<br />
<br />
Tal'io qualor il caldo raggio e vivo<br />
Del divin sole, onde nutrisco il core, <br />
Più dell'usato lucido lampeggia, <br />
<br />
Muovo la penna, spinta dall'amore<br />
Interno; e senza ch'io stessa m'avveggia, <br />
Di quel ch'io dico le sue lodi scrivo.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Baguette]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=28507</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 23:00:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=28507</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Baguette</span><br />
<br />
Da Alles, was umgiebt mein innres Leben,<br />
Ich flecht’ in schnell verblühende Sonette,<br />
Muß ich vor Allem auch in sie verweben<br />
Dich, Ernst und Spiel, leicht wiegende Baguette.<br />
<br />
Wenn Wichtiges ich glücklich wollt’ erstreben,<br />
Zurück ich niemals dich gelassen hätte,<br />
Wenn mich Gedanken sollten still umschweben,<br />
Umschaukeltest du ihre schwanke Kette.<br />
<br />
Doch wie wer lang’ auf hohem Meer geschweifet,<br />
Daß endlich er Gefahr und Arbeit meide,<br />
Das Ruder müde heftet in die Erde;<br />
<br />
So ich, Baguette, oft jetzt von dir scheide,<br />
Und bald dich also niederlegen werde,<br />
Daß niemals meine Hand nach dir mehr greifet.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Baguette</span><br />
<br />
Da Alles, was umgiebt mein innres Leben,<br />
Ich flecht’ in schnell verblühende Sonette,<br />
Muß ich vor Allem auch in sie verweben<br />
Dich, Ernst und Spiel, leicht wiegende Baguette.<br />
<br />
Wenn Wichtiges ich glücklich wollt’ erstreben,<br />
Zurück ich niemals dich gelassen hätte,<br />
Wenn mich Gedanken sollten still umschweben,<br />
Umschaukeltest du ihre schwanke Kette.<br />
<br />
Doch wie wer lang’ auf hohem Meer geschweifet,<br />
Daß endlich er Gefahr und Arbeit meide,<br />
Das Ruder müde heftet in die Erde;<br />
<br />
So ich, Baguette, oft jetzt von dir scheide,<br />
Und bald dich also niederlegen werde,<br />
Daß niemals meine Hand nach dir mehr greifet.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Orpheus und Eurydice]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=28031</link>
			<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 22:59:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=28031</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Orpheus und Eurydice</span><br />
<br />
Zum Hades zog der holden Gattin Schatten<br />
Den treuen Orpheus über Tod und Grab,<br />
Durch Lethe’s und Cocytus’ Fluth hinab,<br />
Und Orcus’ Fürst erbarmte sich des Gatten.<br />
<br />
Die Heißgeliebte will er ihm gestatten,<br />
Sie soll ihm folgen, unaussprechlich Glück!<br />
Doch eher darf sie treffen nicht sein Blick,<br />
Bis sie nicht hinter sich den Hades hatten.<br />
<br />
Schon hellt das Licht der dunkeln Tiefe Grab;<br />
Weh’ Eros’ Macht!  Er schaut ihr Bild am Tage,<br />
Und der geliebte Schatten sinkt hinab.<br />
<br />
Was half ihm nun des strengen Gottes Huld?<br />
Was er verloren durch der Liebe Schuld,<br />
Haucht weinend er in seiner Lieder Klage.<br />
<br />
 <br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Orpheus und Eurydice</span><br />
<br />
Zum Hades zog der holden Gattin Schatten<br />
Den treuen Orpheus über Tod und Grab,<br />
Durch Lethe’s und Cocytus’ Fluth hinab,<br />
Und Orcus’ Fürst erbarmte sich des Gatten.<br />
<br />
Die Heißgeliebte will er ihm gestatten,<br />
Sie soll ihm folgen, unaussprechlich Glück!<br />
Doch eher darf sie treffen nicht sein Blick,<br />
Bis sie nicht hinter sich den Hades hatten.<br />
<br />
Schon hellt das Licht der dunkeln Tiefe Grab;<br />
Weh’ Eros’ Macht!  Er schaut ihr Bild am Tage,<br />
Und der geliebte Schatten sinkt hinab.<br />
<br />
Was half ihm nun des strengen Gottes Huld?<br />
Was er verloren durch der Liebe Schuld,<br />
Haucht weinend er in seiner Lieder Klage.<br />
<br />
 <br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Blumenbouquet]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31651</link>
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 06:53:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31651</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blumenbouquet</span><br />
<br />
Die schönen Blumen! wirst du sagen,<br />
Welche düftehauchendes Bouquet!<br />
Dann stellst du sie auf’s Fensterbrett –<br />
Die armen Blumen! muß ich klagen.<br />
<br />
Und nimmer ahnst du, wie sie tragen<br />
Ihr hold Geheimniß stumm und nett;<br />
Wie liebenswürdig, fast kokett<br />
Der stummen Blumen Herzen schlagen!<br />
<br />
O wärest du Cirkassierin,<br />
Du legest ihn so stumm nicht hin,<br />
Wenn du den Blumenbrief empfangen!<br />
<br />
Du sprächst mit glühend rothen Wangen:<br />
„Schon liebt der arme Junge mich!“<br />
Vielleicht noch seufzend: „Und ich dich!“ -<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blumenbouquet</span><br />
<br />
Die schönen Blumen! wirst du sagen,<br />
Welche düftehauchendes Bouquet!<br />
Dann stellst du sie auf’s Fensterbrett –<br />
Die armen Blumen! muß ich klagen.<br />
<br />
Und nimmer ahnst du, wie sie tragen<br />
Ihr hold Geheimniß stumm und nett;<br />
Wie liebenswürdig, fast kokett<br />
Der stummen Blumen Herzen schlagen!<br />
<br />
O wärest du Cirkassierin,<br />
Du legest ihn so stumm nicht hin,<br />
Wenn du den Blumenbrief empfangen!<br />
<br />
Du sprächst mit glühend rothen Wangen:<br />
„Schon liebt der arme Junge mich!“<br />
Vielleicht noch seufzend: „Und ich dich!“ -<br />
<br />
 <br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schranken]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31560</link>
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 06:52:56 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31560</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schranken</span><br />
<br />
Wen mag es, wer es denkt, noch Wunder nehmen,<br />
Daß einst sein Stolz den Engel so bethörte,<br />
Daß Gott er gleichen wollte, sich empörte<br />
Und aufgriff nach der Allmacht Diademen.<br />
<br />
Denn nicht einmal zum Tod will sich bequemen,<br />
Was einmal nur dem Dasein angehörte,<br />
Im kleinsten Leben, das ein Feind zerstörte,<br />
Ist dieses Grauen vor dem Reich der Schemen.<br />
<br />
Wer wünscht nicht trauernd bei des Tages Scheiden<br />
Daß alles, was entzückt, unsterblich bliebe,<br />
Der Schönheit Macht, des Frühlings Augenweide.<br />
<br />
Die Blume sproßte fort im ew’gen Triebe,<br />
kein Leben würde je den Tod erleiden<br />
Und keine Thränen weinte je die Liebe.<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schranken</span><br />
<br />
Wen mag es, wer es denkt, noch Wunder nehmen,<br />
Daß einst sein Stolz den Engel so bethörte,<br />
Daß Gott er gleichen wollte, sich empörte<br />
Und aufgriff nach der Allmacht Diademen.<br />
<br />
Denn nicht einmal zum Tod will sich bequemen,<br />
Was einmal nur dem Dasein angehörte,<br />
Im kleinsten Leben, das ein Feind zerstörte,<br />
Ist dieses Grauen vor dem Reich der Schemen.<br />
<br />
Wer wünscht nicht trauernd bei des Tages Scheiden<br />
Daß alles, was entzückt, unsterblich bliebe,<br />
Der Schönheit Macht, des Frühlings Augenweide.<br />
<br />
Die Blume sproßte fort im ew’gen Triebe,<br />
kein Leben würde je den Tod erleiden<br />
Und keine Thränen weinte je die Liebe.<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonetti spirituali 006 -   Se in man prender non soglio unqua la lima]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31081</link>
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 06:26:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=31081</guid>
			<description><![CDATA[Se in man prender non soglio unqua la lima<br />
Del buon giudicio, e, ricercando intorno <br />
Con occhio disdegnoso, io non adorno <br />
Nè tergo la mia rozza incolta rima; <br />
<br />
Nasce perchè non è mia cura prima <br />
    Procacciar di ciò lode o fuggir scorno; <br />
   Nè che dopo il mio lieto al ciel ritorno <br />
    Viva ella al mondo in più onorata stima. <br />
<br />
Ma dal foco divin (che 'l mio intelletto, <br />
   Sua mercè, infiamma) convien ch'escan fuore <br />
   Mal mio grado talor queste faville. <br />
<br />
E se alcuna di loro un gentil core <br />
    Avvien che scaldi, mille volte e mille <br />
    Ringraziar debbo il mio felice errore.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Se in man prender non soglio unqua la lima<br />
Del buon giudicio, e, ricercando intorno <br />
Con occhio disdegnoso, io non adorno <br />
Nè tergo la mia rozza incolta rima; <br />
<br />
Nasce perchè non è mia cura prima <br />
    Procacciar di ciò lode o fuggir scorno; <br />
   Nè che dopo il mio lieto al ciel ritorno <br />
    Viva ella al mondo in più onorata stima. <br />
<br />
Ma dal foco divin (che 'l mio intelletto, <br />
   Sua mercè, infiamma) convien ch'escan fuore <br />
   Mal mio grado talor queste faville. <br />
<br />
E se alcuna di loro un gentil core <br />
    Avvien che scaldi, mille volte e mille <br />
    Ringraziar debbo il mio felice errore.]]></content:encoded>
		</item>
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