<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Alle Foren]]></title>
		<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - http://www.sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 06:22:08 +0200</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Coriolis-Kraft]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1038</link>
			<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 20:30:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1038</guid>
			<description><![CDATA[Coriolis-Kraft<br />
<br />
Die Coriolis-Kraft ist nichts als der Effekt<br />
von träger Masse im rotierenden System.<br />
So knapp, so richtig; doch was sagt das Theorem<br />
darüber, wo im Alltag sich die Kraft versteckt?<br />
<br />
Mit einem Pendel auf einer bewegten Scheibe,<br />
hat jemand die Versuchsanordnung ausgeheckt;<br />
Foucault zeigt, wie der Augenschein uns oftmals neckt.<br />
In welche Richtung ich das Bleigewicht auch treibe,<br />
<br />
ob rechts, ob links, egal wie schnell die Scheibe dreht; <br />
es bleibt vollkommen unbeeindruckt in der Spur.<br />
Das wirkt sich aus auf Hochdruckzonen und auf Tiefe:<br />
<br />
So zeigt uns das Experiment wie die Natur<br />
sich selbst organisiert, wie der Passat entsteht, -<br />
Im Alltag stört uns nur die falsche Perspektive.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Coriolis-Kraft<br />
<br />
Die Coriolis-Kraft ist nichts als der Effekt<br />
von träger Masse im rotierenden System.<br />
So knapp, so richtig; doch was sagt das Theorem<br />
darüber, wo im Alltag sich die Kraft versteckt?<br />
<br />
Mit einem Pendel auf einer bewegten Scheibe,<br />
hat jemand die Versuchsanordnung ausgeheckt;<br />
Foucault zeigt, wie der Augenschein uns oftmals neckt.<br />
In welche Richtung ich das Bleigewicht auch treibe,<br />
<br />
ob rechts, ob links, egal wie schnell die Scheibe dreht; <br />
es bleibt vollkommen unbeeindruckt in der Spur.<br />
Das wirkt sich aus auf Hochdruckzonen und auf Tiefe:<br />
<br />
So zeigt uns das Experiment wie die Natur<br />
sich selbst organisiert, wie der Passat entsteht, -<br />
Im Alltag stört uns nur die falsche Perspektive.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Caroline Norton : To My Books]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1037</link>
			<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 05:46:06 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1037</guid>
			<description><![CDATA[Caroline Norton (1808-1877)<br />
<br />
<br />
To My Books<br />
<br />
Silent companions of the lonely hour, <br />
Friends, who can never alter or forsake, <br />
Who for inconstant roving have no power, <br />
And all neglect, perforce, must calmly take,-- <br />
<br />
Let me return to you; this turmoil ending <br />
Which worldly cares have in my spirit wrought, <br />
And, o'er your old familiar pages bending, <br />
Refresh my mind with many a tranquil thought: <br />
<br />
Till, haply meeting there, from time to time, <br />
Fancies, the audible echo of my own, <br />
'Twill be like hearing in a foreign clime <br />
<br />
My native language spoke in friendly tone, <br />
And with a sort of welcome I shall dwell <br />
On these, my unripe musings, told so well. <br />
<br />
<br />
An meine Bücher<br />
<br />
Stumme Begleiter mancher Einsamkeit,<br />
so treue Freunde, unbeirrt auf Wacht,<br />
sie kennen keine Unbeständigkeit,<br />
noch grämt es sie, lass ich sie außer Acht. –<br />
<br />
Ich kehr zu euch zurück, die Not soll fliehen,<br />
wenn Sorgen bringen Aufruhr in mein Leben,<br />
in traute Seiten will ich mich verziehen,<br />
den müden Geist in Ruhe zu erheben:<br />
<br />
Bis ich dort finde, oft währt es nicht lang,<br />
ein Echo meiner eigenen Kanzonen,<br />
als hörte ich in fremden Weltregionen<br />
<br />
der Muttersprache freundlich lieben Klang,<br />
ich grüße ihn, verweile wie gebannt,<br />
unreif mein Traum, erzählt hier wortgewandt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Caroline Norton (1808-1877)<br />
<br />
<br />
To My Books<br />
<br />
Silent companions of the lonely hour, <br />
Friends, who can never alter or forsake, <br />
Who for inconstant roving have no power, <br />
And all neglect, perforce, must calmly take,-- <br />
<br />
Let me return to you; this turmoil ending <br />
Which worldly cares have in my spirit wrought, <br />
And, o'er your old familiar pages bending, <br />
Refresh my mind with many a tranquil thought: <br />
<br />
Till, haply meeting there, from time to time, <br />
Fancies, the audible echo of my own, <br />
'Twill be like hearing in a foreign clime <br />
<br />
My native language spoke in friendly tone, <br />
And with a sort of welcome I shall dwell <br />
On these, my unripe musings, told so well. <br />
<br />
<br />
An meine Bücher<br />
<br />
Stumme Begleiter mancher Einsamkeit,<br />
so treue Freunde, unbeirrt auf Wacht,<br />
sie kennen keine Unbeständigkeit,<br />
noch grämt es sie, lass ich sie außer Acht. –<br />
<br />
Ich kehr zu euch zurück, die Not soll fliehen,<br />
wenn Sorgen bringen Aufruhr in mein Leben,<br />
in traute Seiten will ich mich verziehen,<br />
den müden Geist in Ruhe zu erheben:<br />
<br />
Bis ich dort finde, oft währt es nicht lang,<br />
ein Echo meiner eigenen Kanzonen,<br />
als hörte ich in fremden Weltregionen<br />
<br />
der Muttersprache freundlich lieben Klang,<br />
ich grüße ihn, verweile wie gebannt,<br />
unreif mein Traum, erzählt hier wortgewandt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Pythagoras]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1036</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 13:15:12 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1036</guid>
			<description><![CDATA[Pythagoras<br />
Wie war das doch gleich?<br />
<br />
[attachment=151]<br />
<br />
Pythagoras<br />
<br />
Nicht, daß ich gleich mit der Erklärung loose;<br />
Man hat die Formel mal gelernt, doch was<br />
steht als Beweis hinterm Pythagoras?<br />
Am Höhenfuß teil' die Hypothenuse; -<br />
<br />
Aus dem Quadrat an a mach eine Raute,<br />
indem du eine Seite schräg versetzt<br />
an die Verlängerung von h, verschieb' sie jetzt<br />
ins Feld, das sich aus c mal p erbaute.<br />
<br />
(Die Seite deines Parallelogramms<br />
gibt dir die Dreieckskante a dazu) <br />
Genauso schiebst du B zum Höhengrat.<br />
<br />
Mitunter hilft auch Schiebung, denn so kams:<br />
Es ist nun a-Quadrat + b-Quadrat<br />
gleich dem Produkt aus c mal (p+q)<br />
<br />
<br />
:richter:<br />
<br />
Naja, nachdem Dirk hier in letzter Zeit die schrägsten Themen bedichtet, kann ich mich im eigenen Forum doch nicht lumpen lassen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Pythagoras<br />
Wie war das doch gleich?<br />
<br />
[attachment=151]<br />
<br />
Pythagoras<br />
<br />
Nicht, daß ich gleich mit der Erklärung loose;<br />
Man hat die Formel mal gelernt, doch was<br />
steht als Beweis hinterm Pythagoras?<br />
Am Höhenfuß teil' die Hypothenuse; -<br />
<br />
Aus dem Quadrat an a mach eine Raute,<br />
indem du eine Seite schräg versetzt<br />
an die Verlängerung von h, verschieb' sie jetzt<br />
ins Feld, das sich aus c mal p erbaute.<br />
<br />
(Die Seite deines Parallelogramms<br />
gibt dir die Dreieckskante a dazu) <br />
Genauso schiebst du B zum Höhengrat.<br />
<br />
Mitunter hilft auch Schiebung, denn so kams:<br />
Es ist nun a-Quadrat + b-Quadrat<br />
gleich dem Produkt aus c mal (p+q)<br />
<br />
<br />
:richter:<br />
<br />
Naja, nachdem Dirk hier in letzter Zeit die schrägsten Themen bedichtet, kann ich mich im eigenen Forum doch nicht lumpen lassen]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Alternative Stadtrundfahrt]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1035</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 08:18:14 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1035</guid>
			<description><![CDATA[Alternative Stadtrundfahrt<br />
(der Fremdenführer erzählt)<br />
<br />
<br />
<br />
„Und Achtundachtzig gabs die letzte Hausbesetzung<br />
hier in dem Block: legal, sogar mit Mietvertrag.<br />
Die Maske aber fiel dem Spekulantenpack<br />
bald runter: Ihnen stank, was abging an Vernetzung.<br />
<br />
Prozess, dann Bullen dick: Nach einer echten Schätzung<br />
dreihundert Mann. Das Haus war danach nur noch Hack.<br />
Stark unsre Demo drauf, ging bis zum nächsten Tag:<br />
Spießbürger, wutentbrannt, beklatschten die Entsetzung.<br />
<br />
Die Demo supergeil - ein halber Karneval -<br />
selbst Junkies machten mit und eine große Zahl<br />
an Alkis, Schwulen, Punks, Anarchos und Emanzen.<br />
<br />
Dann blies der Bullen-Boss zur Demonstranten-Hatz:<br />
Wir tankten uns noch durch bis auf den Rathausplatz<br />
und sahn noch den OB sich auf dem Klo verschanzen.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Alternative Stadtrundfahrt<br />
(der Fremdenführer erzählt)<br />
<br />
<br />
<br />
„Und Achtundachtzig gabs die letzte Hausbesetzung<br />
hier in dem Block: legal, sogar mit Mietvertrag.<br />
Die Maske aber fiel dem Spekulantenpack<br />
bald runter: Ihnen stank, was abging an Vernetzung.<br />
<br />
Prozess, dann Bullen dick: Nach einer echten Schätzung<br />
dreihundert Mann. Das Haus war danach nur noch Hack.<br />
Stark unsre Demo drauf, ging bis zum nächsten Tag:<br />
Spießbürger, wutentbrannt, beklatschten die Entsetzung.<br />
<br />
Die Demo supergeil - ein halber Karneval -<br />
selbst Junkies machten mit und eine große Zahl<br />
an Alkis, Schwulen, Punks, Anarchos und Emanzen.<br />
<br />
Dann blies der Bullen-Boss zur Demonstranten-Hatz:<br />
Wir tankten uns noch durch bis auf den Rathausplatz<br />
und sahn noch den OB sich auf dem Klo verschanzen.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein Heimatbild]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1034</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 08:09:46 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1034</guid>
			<description><![CDATA[Ein Heimatbild <br />
(Vortortsiedlung Gelsenkirchen-Buer)<br />
<br />
<br />
<br />
Im Bogen zischt der Bach aus starken Bergmassiven,<br />
der feuchte Felsengeist, und rumpelt in dem Bett.<br />
Das Licht blitzt auf im Wald ganz zart und violett:<br />
Der große Hirsch tritt vor und röhrt. Die erst noch schliefen,<br />
<br />
die Hasen, regen sich. Was an Floral-Motiven<br />
noch fehlte, prangt im Tau und schüttelt jetzt kokett<br />
die Perlenschauer ab. Zum Morgen-Menuett<br />
will schon der Vögel Schar die feinen Stimmen prüfen.<br />
<br />
Mit großer Kraft steigt auf der Tag, schiebt die Genossen <br />
Wind, Luft und Sonne hin zu den verträumten Sielen,<br />
von hinten drückt mit Macht die Wetterfront heran.<br />
<br />
Der Hirsch ahnt davon nichts. Der Seehund streckt die Flossen, <br />
die kurzen, auf die Bank in tollen Wasserspielen:<br />
Blöd staunen Hirsch und Hund den Regenbogen an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Heimatbild <br />
(Vortortsiedlung Gelsenkirchen-Buer)<br />
<br />
<br />
<br />
Im Bogen zischt der Bach aus starken Bergmassiven,<br />
der feuchte Felsengeist, und rumpelt in dem Bett.<br />
Das Licht blitzt auf im Wald ganz zart und violett:<br />
Der große Hirsch tritt vor und röhrt. Die erst noch schliefen,<br />
<br />
die Hasen, regen sich. Was an Floral-Motiven<br />
noch fehlte, prangt im Tau und schüttelt jetzt kokett<br />
die Perlenschauer ab. Zum Morgen-Menuett<br />
will schon der Vögel Schar die feinen Stimmen prüfen.<br />
<br />
Mit großer Kraft steigt auf der Tag, schiebt die Genossen <br />
Wind, Luft und Sonne hin zu den verträumten Sielen,<br />
von hinten drückt mit Macht die Wetterfront heran.<br />
<br />
Der Hirsch ahnt davon nichts. Der Seehund streckt die Flossen, <br />
die kurzen, auf die Bank in tollen Wasserspielen:<br />
Blöd staunen Hirsch und Hund den Regenbogen an.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Surfen, grenzenlos]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1033</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 08:06:35 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1033</guid>
			<description><![CDATA[Surfen, grenzenlos<br />
<br />
<br />
<br />
O Internet, du Welt-Gedächtnis, Wissensbank<br />
zu jedermannes Nutzen, Gates sei Lob und Dank...<br />
“Enter your email here and get your daily porn!”<br />
Fort, weg hier, weg. Es geht nicht. Stecker raus, von vorn.<br />
<br />
O Internet, du Instrument der aufgeklärten Welt - <br />
Schau, eine Schönheits-Farm. Erlaubt ist, was gefällt:<br />
“This site was hacked by powerful islam!”<br />
Mir schleierhaft, wie ich auf diese Seite kam.<br />
<br />
Ich land’ im Chatroom mit der weltweit besten Note:<br />
„.. Hi Molly-Maus! In deiner Gummi-Pellerine<br />
find ich Dich super-sexy...“ – Gottogott! Ja Gott:<br />
<br />
Ich geb’ mal „Gott“ ein, was erscheint? Die „zehn Gebote<br />
der Katzenfütterung“. Das Medium weiß, was ich verdiene -<br />
und schenkt mir hundertneunzig Emails: alles Schrott.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Surfen, grenzenlos<br />
<br />
<br />
<br />
O Internet, du Welt-Gedächtnis, Wissensbank<br />
zu jedermannes Nutzen, Gates sei Lob und Dank...<br />
“Enter your email here and get your daily porn!”<br />
Fort, weg hier, weg. Es geht nicht. Stecker raus, von vorn.<br />
<br />
O Internet, du Instrument der aufgeklärten Welt - <br />
Schau, eine Schönheits-Farm. Erlaubt ist, was gefällt:<br />
“This site was hacked by powerful islam!”<br />
Mir schleierhaft, wie ich auf diese Seite kam.<br />
<br />
Ich land’ im Chatroom mit der weltweit besten Note:<br />
„.. Hi Molly-Maus! In deiner Gummi-Pellerine<br />
find ich Dich super-sexy...“ – Gottogott! Ja Gott:<br />
<br />
Ich geb’ mal „Gott“ ein, was erscheint? Die „zehn Gebote<br />
der Katzenfütterung“. Das Medium weiß, was ich verdiene -<br />
und schenkt mir hundertneunzig Emails: alles Schrott.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Grundlagen der Volkswirtschaft (VHS-Kursus)]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1032</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 16:42:51 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1032</guid>
			<description><![CDATA[Grundlagen der Volkswirtschaft<br />
(VHS-Kursus)<br />
<br />
<br />
<br />
Wenn ein Produkt das Licht der Welt erblickt,<br />
trompeten hundert Fernsehchöre „Endlich!“,<br />
verkünden es dem Volk unmissverständlich,<br />
dass dies Produkt es wahrhaft erst beglückt.<br />
<br />
Wenn trotzdem der Verbraucher streikt? – Viel schwerer<br />
verkaufen sich die Waren bald und enden<br />
beim Produzenten selbst als Remittenden. <br />
Die Folge: Supermärkte werden leerer.<br />
<br />
Sind leer die Läden, schließen die Betriebe,<br />
Die Wirtschaft schrumpft, die Rezession geht los.<br />
Hersteller und Verbraucher: arbeitslos!<br />
<br />
Drum merke: Kaufverzicht ist Wachstums Fluch: <br />
Bald vegetiert das Volk von Luft und Liebe<br />
und liest am Ende noch ein gutes Buch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Grundlagen der Volkswirtschaft<br />
(VHS-Kursus)<br />
<br />
<br />
<br />
Wenn ein Produkt das Licht der Welt erblickt,<br />
trompeten hundert Fernsehchöre „Endlich!“,<br />
verkünden es dem Volk unmissverständlich,<br />
dass dies Produkt es wahrhaft erst beglückt.<br />
<br />
Wenn trotzdem der Verbraucher streikt? – Viel schwerer<br />
verkaufen sich die Waren bald und enden<br />
beim Produzenten selbst als Remittenden. <br />
Die Folge: Supermärkte werden leerer.<br />
<br />
Sind leer die Läden, schließen die Betriebe,<br />
Die Wirtschaft schrumpft, die Rezession geht los.<br />
Hersteller und Verbraucher: arbeitslos!<br />
<br />
Drum merke: Kaufverzicht ist Wachstums Fluch: <br />
Bald vegetiert das Volk von Luft und Liebe<br />
und liest am Ende noch ein gutes Buch.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Staatsexamen in Philosophie]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1031</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 16:38:00 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1031</guid>
			<description><![CDATA[Staatsexamen in Philosophie<br />
<br />
<br />
<br />
„Am Anfang Platon, nein, erst Thales von Milet,<br />
Anaximander, -menes? Jedenfalls auch Heraklit,<br />
wo alles fließt, Empedokles und Demokrit,<br />
dann Sokrates, wie das ja schon bei Platon steht.<br />
<br />
Gottesbeweis im Mittelalter, vorher noch Plotin:<br />
Philosophie des Einen, dann von Kues der Nikolaus <br />
in seinem Mosel-Dorf, und Thomas von Aquin,<br />
mit Leibniz, der Monade, geht das Mittelalter aus.<br />
<br />
Dann Imperativ, ganz kategorisch, Anstandsregel<br />
von Kant, nach ihm der Schopenhauer und der Hegel  <br />
mit Dialektik, dann Karl Marx: ‚Das Kapital’, ganz links und rot.<br />
<br />
Die ‚Angst zum Tod’ von Kierkegaard, und ‚Gott ist tot’<br />
von Nietzsche, schließlich Heideggers zuhandnes Zeug - <br />
Ach ja, und später kommt da noch der Sloterdijk.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Staatsexamen in Philosophie<br />
<br />
<br />
<br />
„Am Anfang Platon, nein, erst Thales von Milet,<br />
Anaximander, -menes? Jedenfalls auch Heraklit,<br />
wo alles fließt, Empedokles und Demokrit,<br />
dann Sokrates, wie das ja schon bei Platon steht.<br />
<br />
Gottesbeweis im Mittelalter, vorher noch Plotin:<br />
Philosophie des Einen, dann von Kues der Nikolaus <br />
in seinem Mosel-Dorf, und Thomas von Aquin,<br />
mit Leibniz, der Monade, geht das Mittelalter aus.<br />
<br />
Dann Imperativ, ganz kategorisch, Anstandsregel<br />
von Kant, nach ihm der Schopenhauer und der Hegel  <br />
mit Dialektik, dann Karl Marx: ‚Das Kapital’, ganz links und rot.<br />
<br />
Die ‚Angst zum Tod’ von Kierkegaard, und ‚Gott ist tot’<br />
von Nietzsche, schließlich Heideggers zuhandnes Zeug - <br />
Ach ja, und später kommt da noch der Sloterdijk.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Marken, Menschen, Märkte]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1030</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 15:25:20 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1030</guid>
			<description><![CDATA[Marken, Menschen, Märkte<br />
<br />
<br />
<br />
Tiefste Erschütterung beim Gang zum Supermarkt, <br />
wo Warenströme endlos aus Regalen quellen:<br />
Was heut sich lüstern räkelt auf Verkaufsgestellen,<br />
ist morgen Ramsch, von neuen Waren zugeparkt.<br />
<br />
Die Trüffelleberwurst verwelkt in Einkaufskörben – <br />
Prinzip totaler Ausverkauf – trotz Gütesiegeln<br />
und Markenstorys, die die Phantasie beflügeln:<br />
Erschütterung, wie würdelos die Waren sterben! <br />
<br />
Als Mensch selbst Marke sein? Schau an Verona, Kaiser Franz,<br />
die Maske im Gesicht, erotisch, smart, ja magisch:<br />
Davon träumst du? Du meinst das Geld, den Ruhm, den Glanz... <br />
<br />
Schau dann die Stars von gestern an, woran Rex Gildo,<br />
zuletzt ein Clown in Möbelhäusern, stets das Dildo-<br />
Getuschel hinter ihm, zerbrach: Ramsch. Ende: tragisch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Marken, Menschen, Märkte<br />
<br />
<br />
<br />
Tiefste Erschütterung beim Gang zum Supermarkt, <br />
wo Warenströme endlos aus Regalen quellen:<br />
Was heut sich lüstern räkelt auf Verkaufsgestellen,<br />
ist morgen Ramsch, von neuen Waren zugeparkt.<br />
<br />
Die Trüffelleberwurst verwelkt in Einkaufskörben – <br />
Prinzip totaler Ausverkauf – trotz Gütesiegeln<br />
und Markenstorys, die die Phantasie beflügeln:<br />
Erschütterung, wie würdelos die Waren sterben! <br />
<br />
Als Mensch selbst Marke sein? Schau an Verona, Kaiser Franz,<br />
die Maske im Gesicht, erotisch, smart, ja magisch:<br />
Davon träumst du? Du meinst das Geld, den Ruhm, den Glanz... <br />
<br />
Schau dann die Stars von gestern an, woran Rex Gildo,<br />
zuletzt ein Clown in Möbelhäusern, stets das Dildo-<br />
Getuschel hinter ihm, zerbrach: Ramsch. Ende: tragisch.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Himmelsschreiber]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1029</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:13:27 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1029</guid>
			<description><![CDATA[Der Himmelsschreiber<br />
<br />
Es war im Jahre neunzehnsiebenundzwanzig in Berlin<br />
- ein toller Sonnen-Mai mit blauen Frühlingsbändern <br />
verhieß, das Wetter sollte sich so bald nicht ändern -,<br />
als hoch am Firmament ein Flugzeugpaar erschien.<br />
<br />
Auf einmal quollen Lettern aus dem Flugzeugbauch: <br />
„Hallo Berlin!“ Die Menschen schauten wie gebannt <br />
hinauf, wo Zug um Zug die Himmelsschrift entstand<br />
einst wie bei Belsazar, doch hier aus weißem Rauch.<br />
<br />
Ein dritter Flieger kam, schrieb emsig weiter fort<br />
zunächst ein P, ein E... Welch rätselhaftes Wort?  <br />
Gerüchte kamen auf von "Petrus" bis zu „Pest“.<br />
<br />
Dann kam ein R, am Schluss wars ganz profan „Persil“ -<br />
Erleichterung ringsum und keinerlei Protest  <br />
über dies tolle Stück des Marketing-Vergil.<br />
<br />
<br />
<br />
Zur Geschichte der Himmelsschreiber vgl. auch: Volker Ilgen/Dirk Schindelbeck: Am Anfang war die Litfasssäule, Illustrierte deutsche Reklamegeschichte, Darmstadt 2006, S. 98ff.<br />
<br />
Das unten abgebildete Dokument ist ein 1927 massenhaft verteilter Handzettel, in welchem auf der Rückseite die neue Werbemethode en Detail erklärt wurde. Da z.B. die Piloten ihre Buchstaben in Spiegelschrift schreiben mussten, damit diese vom Boden aus lesbar waren, übten sie die Flugwege zuvor am Boden per Fahrrad auf speziellen Parcours.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Himmelsschreiber<br />
<br />
Es war im Jahre neunzehnsiebenundzwanzig in Berlin<br />
- ein toller Sonnen-Mai mit blauen Frühlingsbändern <br />
verhieß, das Wetter sollte sich so bald nicht ändern -,<br />
als hoch am Firmament ein Flugzeugpaar erschien.<br />
<br />
Auf einmal quollen Lettern aus dem Flugzeugbauch: <br />
„Hallo Berlin!“ Die Menschen schauten wie gebannt <br />
hinauf, wo Zug um Zug die Himmelsschrift entstand<br />
einst wie bei Belsazar, doch hier aus weißem Rauch.<br />
<br />
Ein dritter Flieger kam, schrieb emsig weiter fort<br />
zunächst ein P, ein E... Welch rätselhaftes Wort?  <br />
Gerüchte kamen auf von "Petrus" bis zu „Pest“.<br />
<br />
Dann kam ein R, am Schluss wars ganz profan „Persil“ -<br />
Erleichterung ringsum und keinerlei Protest  <br />
über dies tolle Stück des Marketing-Vergil.<br />
<br />
<br />
<br />
Zur Geschichte der Himmelsschreiber vgl. auch: Volker Ilgen/Dirk Schindelbeck: Am Anfang war die Litfasssäule, Illustrierte deutsche Reklamegeschichte, Darmstadt 2006, S. 98ff.<br />
<br />
Das unten abgebildete Dokument ist ein 1927 massenhaft verteilter Handzettel, in welchem auf der Rückseite die neue Werbemethode en Detail erklärt wurde. Da z.B. die Piloten ihre Buchstaben in Spiegelschrift schreiben mussten, damit diese vom Boden aus lesbar waren, übten sie die Flugwege zuvor am Boden per Fahrrad auf speziellen Parcours.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lob des Thermostaten]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1028</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 11:12:59 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1028</guid>
			<description><![CDATA[Lob des Thermostaten <br />
(bzw. der Kybernetik)<br />
<br />
<br />
<br />
„Der Thermostat, er kontrolliert die Temperatur<br />
an jedem Arbeitsplatz in den Montagehallen<br />
per Fühler. Droht sie unter einen Wert zu fallen,<br />
wird das System aktiv (in diesem Falle nur). <br />
<br />
Das senkt die Kosten sehr! Das Einspar-Potenzial<br />
an Energie, das uns die Thermostate liefern, <br />
wird hochgeschätzt selbst von den Wirtschaftsprüfern: <br />
Vollelektronisch kommt das Steuerungs-Signal -<br />
<br />
dann springt die Heizung plötzlich an und stufenweis’<br />
wird wieder eingespeist an Wärme, was entwichen, <br />
bis sich der Ist- dem Soll-Wert angenähert hat.   <br />
<br />
So schließt sich wirkungsvoll der ganze Regelkreis,<br />
die Wärmedifferenz ist wieder ausgeglichen,<br />
auf Ruhestellung schaltet um der Thermostat.“  <br />
<br />
(ad infinitum)<br />
<br />
<br />
<br />
Anmerkung:<br />
<br />
Ist dies ein Gedicht über den Thermostaten? Nur vordergründig, eigentlich ist es ein Gedicht, welches das Funktionsprinzip des Sonetts als einem kybernetischen System vorführt. Als solches ist es ja das typische „Leistungsgedicht“, das zwischen den Aggregatzuständen „Entropie“ am Anfang und „Redundanz“ am Schluss seine Ablauffigur/ seinen Lösungsweg geht und sich mit einer entsprechenden „Pointenleistung“ verabschiedet. Die Beschreibung der Funktionsweise des Thermostaten ist mit Sicherheit unpoetisch, aber sie beschreibt das kybernetische Funktionsprinzip des Sonetts (gekoppelte Regelkreis-Struktur) exakt.<br />
Vgl. Dirk Schindelbeck: Die Veränderung der Sonettstruktur von der deutschen Lyrik der Jahrhundertwende bis in de Gegenwart, Frankfurt/Bern/New York 1988, S. 17ff.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Lob des Thermostaten <br />
(bzw. der Kybernetik)<br />
<br />
<br />
<br />
„Der Thermostat, er kontrolliert die Temperatur<br />
an jedem Arbeitsplatz in den Montagehallen<br />
per Fühler. Droht sie unter einen Wert zu fallen,<br />
wird das System aktiv (in diesem Falle nur). <br />
<br />
Das senkt die Kosten sehr! Das Einspar-Potenzial<br />
an Energie, das uns die Thermostate liefern, <br />
wird hochgeschätzt selbst von den Wirtschaftsprüfern: <br />
Vollelektronisch kommt das Steuerungs-Signal -<br />
<br />
dann springt die Heizung plötzlich an und stufenweis’<br />
wird wieder eingespeist an Wärme, was entwichen, <br />
bis sich der Ist- dem Soll-Wert angenähert hat.   <br />
<br />
So schließt sich wirkungsvoll der ganze Regelkreis,<br />
die Wärmedifferenz ist wieder ausgeglichen,<br />
auf Ruhestellung schaltet um der Thermostat.“  <br />
<br />
(ad infinitum)<br />
<br />
<br />
<br />
Anmerkung:<br />
<br />
Ist dies ein Gedicht über den Thermostaten? Nur vordergründig, eigentlich ist es ein Gedicht, welches das Funktionsprinzip des Sonetts als einem kybernetischen System vorführt. Als solches ist es ja das typische „Leistungsgedicht“, das zwischen den Aggregatzuständen „Entropie“ am Anfang und „Redundanz“ am Schluss seine Ablauffigur/ seinen Lösungsweg geht und sich mit einer entsprechenden „Pointenleistung“ verabschiedet. Die Beschreibung der Funktionsweise des Thermostaten ist mit Sicherheit unpoetisch, aber sie beschreibt das kybernetische Funktionsprinzip des Sonetts (gekoppelte Regelkreis-Struktur) exakt.<br />
Vgl. Dirk Schindelbeck: Die Veränderung der Sonettstruktur von der deutschen Lyrik der Jahrhundertwende bis in de Gegenwart, Frankfurt/Bern/New York 1988, S. 17ff.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Tiger II]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1027</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 10:59:36 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1027</guid>
			<description><![CDATA[Tiger II („Königstiger“)<br />
<br />
<br />
<br />
Das Meisterstück der deutschen Panzeringenieure<br />
im Zweiten Weltkrieg war der große Königstiger.<br />
Mit seinen achtundsechzig Tonnen galt der schwere<br />
Panzer noch ’44 als der Brecher, als der Sieger. <br />
<br />
An Feuerkraft den alliierten Panzern überlegen  <br />
erlegte er T 34 reihenweise oder Shermans. <br />
Die eigne Panzerung war fast perfekt dagegen,<br />
dass die US-Boys fluchten: „Oh these fucking Germans“.<br />
<br />
Allein der Motor war zu schwach für diesen Panzer; <br />
schon wenn er schräg stand, war der Turm nicht mehr beweglich,<br />
aus vielen Gräben kam er selbst nicht mehr herauf. <br />
<br />
Es waren meist die eignen Leute, deutsche Landser,<br />
sie gaben – spritlos – ihre Superpanzer auf<br />
und sprengten sie. So endeten die Königstiger kläglich. <br />
<br />
<br />
<br />
Anmerkungen:<br />
- Der T 34 war der Standardpanzer der Roten Armee; ihm entsprach der Sherman der US-Army <br />
- Da 1944 (mangels Masse) kein anderer Panzer-Motor mehr zur Verfügung stand, musste man auf den 700 PS-Maybach-Motor, der schon im Tiger I Verwendung fand, der allerdings gut 20 Tonnen leichter und dementsprechend schneller und beweglicher war, zurückgreifen. Zum Vergleich: Der moderne Leopard II verfügt mit seinen 62 Tonnen über einen 1500 PS-Motor, der ihm eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 90 km/h verleiht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tiger II („Königstiger“)<br />
<br />
<br />
<br />
Das Meisterstück der deutschen Panzeringenieure<br />
im Zweiten Weltkrieg war der große Königstiger.<br />
Mit seinen achtundsechzig Tonnen galt der schwere<br />
Panzer noch ’44 als der Brecher, als der Sieger. <br />
<br />
An Feuerkraft den alliierten Panzern überlegen  <br />
erlegte er T 34 reihenweise oder Shermans. <br />
Die eigne Panzerung war fast perfekt dagegen,<br />
dass die US-Boys fluchten: „Oh these fucking Germans“.<br />
<br />
Allein der Motor war zu schwach für diesen Panzer; <br />
schon wenn er schräg stand, war der Turm nicht mehr beweglich,<br />
aus vielen Gräben kam er selbst nicht mehr herauf. <br />
<br />
Es waren meist die eignen Leute, deutsche Landser,<br />
sie gaben – spritlos – ihre Superpanzer auf<br />
und sprengten sie. So endeten die Königstiger kläglich. <br />
<br />
<br />
<br />
Anmerkungen:<br />
- Der T 34 war der Standardpanzer der Roten Armee; ihm entsprach der Sherman der US-Army <br />
- Da 1944 (mangels Masse) kein anderer Panzer-Motor mehr zur Verfügung stand, musste man auf den 700 PS-Maybach-Motor, der schon im Tiger I Verwendung fand, der allerdings gut 20 Tonnen leichter und dementsprechend schneller und beweglicher war, zurückgreifen. Zum Vergleich: Der moderne Leopard II verfügt mit seinen 62 Tonnen über einen 1500 PS-Motor, der ihm eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 90 km/h verleiht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nur Hubraum]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1026</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 10:46:03 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1026</guid>
			<description><![CDATA[Nur Hubraum!“<br />
<br />
<br />
<br />
„Ein sattes Drehmoment“, befindet unser Dieter,<br />
„das fällt bei reichlich Hubraum von alleine ab.<br />
Schwachbrüstige Motörchen unter einem Liter <br />
die machen ja beim kleinsten Hügel schlapp.“<br />
<br />
„Denn Hubraum ist durch gar nichts zu ersetzen!“ lehrt der Dieter<br />
und wird nicht müd, sein Motor-Credo zu betonen.<br />
Was scheren ihn Verschleiß, Verbrauch und Emissionen? <br />
In Hubraumfragen bleibt der Dieter Wertehüter. <br />
<br />
Dass Dieter von ’ner Harley träumt, ist stadtbekannt,<br />
mit sattem Blubber-Sound und Mega-Durchzugskraft.<br />
Da fingert er nervös am Haustürschlüssel, gell?<br />
<br />
Amerika erscheint ihm eh ganz sagenhaft, <br />
Amerika, da wo der Mann sich noch ermannt <br />
und all die Super-Frauen wachsen (Hubraum XXL).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur Hubraum!“<br />
<br />
<br />
<br />
„Ein sattes Drehmoment“, befindet unser Dieter,<br />
„das fällt bei reichlich Hubraum von alleine ab.<br />
Schwachbrüstige Motörchen unter einem Liter <br />
die machen ja beim kleinsten Hügel schlapp.“<br />
<br />
„Denn Hubraum ist durch gar nichts zu ersetzen!“ lehrt der Dieter<br />
und wird nicht müd, sein Motor-Credo zu betonen.<br />
Was scheren ihn Verschleiß, Verbrauch und Emissionen? <br />
In Hubraumfragen bleibt der Dieter Wertehüter. <br />
<br />
Dass Dieter von ’ner Harley träumt, ist stadtbekannt,<br />
mit sattem Blubber-Sound und Mega-Durchzugskraft.<br />
Da fingert er nervös am Haustürschlüssel, gell?<br />
<br />
Amerika erscheint ihm eh ganz sagenhaft, <br />
Amerika, da wo der Mann sich noch ermannt <br />
und all die Super-Frauen wachsen (Hubraum XXL).]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Heusinger-Steuerung]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1025</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 09:42:21 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1025</guid>
			<description><![CDATA[[attachment=149]<br />
<br />
Heusinger-Steuerung<br />
<br />
O diese Sepia-Jahre! Stenz, der ich mich wagte<br />
zum Bahnhof, die geliebten Dampfloks zu studieren.<br />
Am meisten konnte mich Gestänge faszinieren,<br />
das rot-lackiert aus schwarzen Druckzylindern ragte.<br />
<br />
Ein Mann mit Namen Heusinger galt als Erfinder<br />
der Technik, einen Schieber eingeführt zu haben,<br />
den Dampf zu steuern, dass die Kolben im Zylinder<br />
den Schub ans Treibgestänge dauernd weitergaben.<br />
<br />
Lang zischte dieses Tier. Dann, langsam, langsam fuhr <br />
Bewegung wie ein fremder Geist in den Koloss,<br />
der jetzt vom stählernen Gestänge mühsam vor-<br />
<br />
getrieben wurde wie ein alter Drache // schoss<br />
urplötzlich Dampf aus seinem Bauch, dass ich mich nur <br />
in Rauch und Ruß getaucht wie glücksbetäubt verlor.<br />
<br />
<br />
(Animiertes Funktionsprinzip der Heusinger-Steuerung: rosa = Frischdampf; türkis = verbrauchter Dampf:<br />
Quelle wikipedia;<br />
Text: Dirk Schindelbeck, 2008)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[attachment=149]<br />
<br />
Heusinger-Steuerung<br />
<br />
O diese Sepia-Jahre! Stenz, der ich mich wagte<br />
zum Bahnhof, die geliebten Dampfloks zu studieren.<br />
Am meisten konnte mich Gestänge faszinieren,<br />
das rot-lackiert aus schwarzen Druckzylindern ragte.<br />
<br />
Ein Mann mit Namen Heusinger galt als Erfinder<br />
der Technik, einen Schieber eingeführt zu haben,<br />
den Dampf zu steuern, dass die Kolben im Zylinder<br />
den Schub ans Treibgestänge dauernd weitergaben.<br />
<br />
Lang zischte dieses Tier. Dann, langsam, langsam fuhr <br />
Bewegung wie ein fremder Geist in den Koloss,<br />
der jetzt vom stählernen Gestänge mühsam vor-<br />
<br />
getrieben wurde wie ein alter Drache // schoss<br />
urplötzlich Dampf aus seinem Bauch, dass ich mich nur <br />
in Rauch und Ruß getaucht wie glücksbetäubt verlor.<br />
<br />
<br />
(Animiertes Funktionsprinzip der Heusinger-Steuerung: rosa = Frischdampf; türkis = verbrauchter Dampf:<br />
Quelle wikipedia;<br />
Text: Dirk Schindelbeck, 2008)]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Alles in OBI?]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1024</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 09:38:25 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1024</guid>
			<description><![CDATA[Alles in OBI?<br />
<br />
„Ich brauch ein Klon-Gerät“ – „Wie bitte?“ – „Was zum Klonen,<br />
verdoppeln will ich mich, ich bin zu sehr gestresst,<br />
die Nerven liegen blank. Mein Wille steht längst fest,<br />
dass ich mich jetzt verteil auf vier bis sechs Portionen.“<br />
<br />
„Wie bitte?“ – „Besser zehn! Das dürfte sich dann lohnen,<br />
wenn sich, sofern die zehn sind makellos gepresst,<br />
mein Ich in Serie reproduzieren lässt:<br />
Auch könnten zwei bis drei der Burschen bei mir wohnen.“<br />
<br />
„ Verstehn Sie...“ – „Wenn ich nur schon diese Hohlform hätte:<br />
Ein Abguss macht sich schnell, und meine Silhouette<br />
steht auf als Dummy Eins und läuft...“ – „Mein Herr, ich glaub...“ <br />
<br />
„Nimmt man als Menschenteig noch Lehm und bläst dem Teigling<br />
danach das Leben ein?“ – „O Herr...“ – „Und das Recycling?<br />
Zerfallen sie wie ich auch rückstandslos zu Staub?“ - - - - - -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Alles in OBI?<br />
<br />
„Ich brauch ein Klon-Gerät“ – „Wie bitte?“ – „Was zum Klonen,<br />
verdoppeln will ich mich, ich bin zu sehr gestresst,<br />
die Nerven liegen blank. Mein Wille steht längst fest,<br />
dass ich mich jetzt verteil auf vier bis sechs Portionen.“<br />
<br />
„Wie bitte?“ – „Besser zehn! Das dürfte sich dann lohnen,<br />
wenn sich, sofern die zehn sind makellos gepresst,<br />
mein Ich in Serie reproduzieren lässt:<br />
Auch könnten zwei bis drei der Burschen bei mir wohnen.“<br />
<br />
„ Verstehn Sie...“ – „Wenn ich nur schon diese Hohlform hätte:<br />
Ein Abguss macht sich schnell, und meine Silhouette<br />
steht auf als Dummy Eins und läuft...“ – „Mein Herr, ich glaub...“ <br />
<br />
„Nimmt man als Menschenteig noch Lehm und bläst dem Teigling<br />
danach das Leben ein?“ – „O Herr...“ – „Und das Recycling?<br />
Zerfallen sie wie ich auch rückstandslos zu Staub?“ - - - - - -]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nachtschwärmer]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1022</link>
			<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 10:41:53 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1022</guid>
			<description><![CDATA[Die Sonne taumelt hinter ein paar Palmen <br />
die wie verkrüppelte Giraffen schwanken, <br />
zwar beißt Ihr Blattgrün, doch die Schatten kranken <br />
im Straßenpflaster auf gebräunten Halmen. <br />
Im Bistro kondensiert an Flaschen Wasser <br />
wie Schimmelpilz am Glattstrich der Arkaden, <br />
das Meer säuft sich orange, so überladen <br />
wie das Make-up der Mädchen, nur ein blasser <br />
<br />
weißblauer Streifen (Hämatomverdacht) <br />
wirkt echt, ansonsten Neogothik pur <br />
nach einem Lichtjahr auf der Vollgasspur, <br />
die Energie nur hochoktanig frisst. <br />
Ein Halogenblick kreuzt die frühe Nacht, <br />
sucht leer nach etwas, das nicht echter ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Sonne taumelt hinter ein paar Palmen <br />
die wie verkrüppelte Giraffen schwanken, <br />
zwar beißt Ihr Blattgrün, doch die Schatten kranken <br />
im Straßenpflaster auf gebräunten Halmen. <br />
Im Bistro kondensiert an Flaschen Wasser <br />
wie Schimmelpilz am Glattstrich der Arkaden, <br />
das Meer säuft sich orange, so überladen <br />
wie das Make-up der Mädchen, nur ein blasser <br />
<br />
weißblauer Streifen (Hämatomverdacht) <br />
wirkt echt, ansonsten Neogothik pur <br />
nach einem Lichtjahr auf der Vollgasspur, <br />
die Energie nur hochoktanig frisst. <br />
Ein Halogenblick kreuzt die frühe Nacht, <br />
sucht leer nach etwas, das nicht echter ist.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Oben wie Unten]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1021</link>
			<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 22:29:52 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1021</guid>
			<description><![CDATA[Oben wie Unten<br />
Ich weiß daß ich nichts weiß<br />
<br />
"Vertrau und geh die eingeschlagnen Wege gerade,<br />
Dem wahrhaft Gläubigen gewährt man die Beweise."<br />
Die Sphinx der Logik wacht über die höchsten Kreise. -<br />
Da steht er nun; Am Anfang gleichen sich die Pfade.<br />
<br />
Die höchste Sphäre gleicht der innersten Monade -<br />
Als Narr begann der Suchende einst seine Reise.<br />
Erfahrener denn je, gilt nun der Herr als weise,<br />
Weil er die Wege kennt, die Stufen und die Grade.<br />
<br />
Was sich ihm fügte, sagte nicht, was es bedeutet,<br />
ob es die Quelle ist, ob's ein Reflex des Lichts;<br />
Von der gesuchten Weisheit, bleibt ein dumpfes Ahnen:<br />
<br />
Die Schleier hebt man auf, wie man die Zwiebel häutet.<br />
Entgeistert sah er, als Erkenntnis bleibt ihm nichts,<br />
doch das Mysterium verbirgt sich im Profanen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Oben wie Unten<br />
Ich weiß daß ich nichts weiß<br />
<br />
"Vertrau und geh die eingeschlagnen Wege gerade,<br />
Dem wahrhaft Gläubigen gewährt man die Beweise."<br />
Die Sphinx der Logik wacht über die höchsten Kreise. -<br />
Da steht er nun; Am Anfang gleichen sich die Pfade.<br />
<br />
Die höchste Sphäre gleicht der innersten Monade -<br />
Als Narr begann der Suchende einst seine Reise.<br />
Erfahrener denn je, gilt nun der Herr als weise,<br />
Weil er die Wege kennt, die Stufen und die Grade.<br />
<br />
Was sich ihm fügte, sagte nicht, was es bedeutet,<br />
ob es die Quelle ist, ob's ein Reflex des Lichts;<br />
Von der gesuchten Weisheit, bleibt ein dumpfes Ahnen:<br />
<br />
Die Schleier hebt man auf, wie man die Zwiebel häutet.<br />
Entgeistert sah er, als Erkenntnis bleibt ihm nichts,<br />
doch das Mysterium verbirgt sich im Profanen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Henry Ellison: London, after Midnight]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1019</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:59:54 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1019</guid>
			<description><![CDATA[Henry Ellison <br />
1811-1880 Großbritannien<br />
<br />
London, after Midnight<br />
<br />
Silence broods o'er the mighty Babylon; <br />
And Darkness, his twin brother, with him keeps <br />
His solemn watch; the wearied city sleeps, <br />
And Solitude, strange contrast! muses on <br />
The fate of man, there, whence the crowd anon <br />
Will scare her with life's tumult! The great deeps <br />
Of human Thought are stirless, yet there creeps, <br />
As 'twere, a far-off hum, scarce heard, then gone, <br />
On the still air; 'tis the great Heart doth move <br />
And beat at intervals, soon from its sleep <br />
To start refreshed. Oh Thou, who rul'st above, <br />
Be with it in its dreams, and let it keep, <br />
Awake, the spirit of pure peace and love, <br />
Which Thou breath'st through it now, so still and deep! <br />
<br />
<br />
<br />
London nach Mitternacht<br />
<br />
Die Stille brütet überm Babylon,<br />
die Dunkelheit, ihr Zwilling, hält mit ihr<br />
die Wacht und müde schläft das Stadtrevier.<br />
Welch ein Kontrast: Die Einsamkeit! Denkt von<br />
<br />
der Menge Los, die bald die Hektik faßt,<br />
erwacht der Tag! Des Denkens große Tiefen,<br />
sie waren beinah reglos als sie schliefen,<br />
wie fernes Summen (kaum gehört - verpaßt) <br />
<br />
in Luft vergeht. - Du Herz, das alles rührst,<br />
du schlägst in Intervallen, was grad schlief<br />
wird frisch erwachen. Du der lenkst und führst,<br />
<br />
Ich wünsche dich in ihren Traum geschrieben,<br />
daß sie erwacht in Frieden und in Liebe,<br />
die ich die atmen spüre, still und tief.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Henry Ellison <br />
1811-1880 Großbritannien<br />
<br />
London, after Midnight<br />
<br />
Silence broods o'er the mighty Babylon; <br />
And Darkness, his twin brother, with him keeps <br />
His solemn watch; the wearied city sleeps, <br />
And Solitude, strange contrast! muses on <br />
The fate of man, there, whence the crowd anon <br />
Will scare her with life's tumult! The great deeps <br />
Of human Thought are stirless, yet there creeps, <br />
As 'twere, a far-off hum, scarce heard, then gone, <br />
On the still air; 'tis the great Heart doth move <br />
And beat at intervals, soon from its sleep <br />
To start refreshed. Oh Thou, who rul'st above, <br />
Be with it in its dreams, and let it keep, <br />
Awake, the spirit of pure peace and love, <br />
Which Thou breath'st through it now, so still and deep! <br />
<br />
<br />
<br />
London nach Mitternacht<br />
<br />
Die Stille brütet überm Babylon,<br />
die Dunkelheit, ihr Zwilling, hält mit ihr<br />
die Wacht und müde schläft das Stadtrevier.<br />
Welch ein Kontrast: Die Einsamkeit! Denkt von<br />
<br />
der Menge Los, die bald die Hektik faßt,<br />
erwacht der Tag! Des Denkens große Tiefen,<br />
sie waren beinah reglos als sie schliefen,<br />
wie fernes Summen (kaum gehört - verpaßt) <br />
<br />
in Luft vergeht. - Du Herz, das alles rührst,<br />
du schlägst in Intervallen, was grad schlief<br />
wird frisch erwachen. Du der lenkst und führst,<br />
<br />
Ich wünsche dich in ihren Traum geschrieben,<br />
daß sie erwacht in Frieden und in Liebe,<br />
die ich die atmen spüre, still und tief.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[E. A. Robinson: Ben Trovato]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1018</link>
			<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 20:42:19 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1018</guid>
			<description><![CDATA[Ben Trovato<br />
<br />
The deacon thought. “I know them,” he began<br />
“And they are all you ever heard of them –<br />
Allurable to no sure theorem,<br />
The scorn or the humility of man.<br />
<br />
You say ‘Can I believe it?’ – and I can;<br />
And I’m unwilling even to condemn<br />
The benefaction of a stratagem<br />
Like hers – and I’m a Presbyterian.<br />
<br />
“Though blind, with but a wandering hour to live,<br />
He felt the other woman in the fur<br />
That now the wife had on. Could she forgive<br />
<br />
All that? Apparently. Her rings were gone,<br />
Of course; and when he found that she had none,<br />
He smiled – as he had never smiled at her.”<br />
<br />
<br />
<br />
Ben Trovato<br />
<br />
Der Diakon meint, sie zu kennen, und begann:<br />
„Sie sind, was man von ihnen hört; Sie ziehen<br />
durchs Land mit ihren vagen Theorien,<br />
ziehn Spott und Demut andrer Menschen an.<br />
<br />
Du fragst, „Kann Ich es glauben?“ - und ich kann;<br />
Und sieh’ ich hab sie nie dafür geziehen,<br />
so wohl zu tun mit solchen Strategien<br />
wie ihren, - und ich bin Presbyritan.“<br />
<br />
„Vertraue blind, doch sieh die Zeit vergehen.<br />
Er fühlt die andre Frau in diesem Pelz,<br />
den nun die Braut trägt. Aber wie verhält’s<br />
<br />
sich um die Frau? Kann sie verzeihn? Sie hat!<br />
Die trägt die Ringe nicht. Als er’s gesehen,<br />
da lächelt er sie an, wie er es niemals tat.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ben Trovato<br />
<br />
The deacon thought. “I know them,” he began<br />
“And they are all you ever heard of them –<br />
Allurable to no sure theorem,<br />
The scorn or the humility of man.<br />
<br />
You say ‘Can I believe it?’ – and I can;<br />
And I’m unwilling even to condemn<br />
The benefaction of a stratagem<br />
Like hers – and I’m a Presbyterian.<br />
<br />
“Though blind, with but a wandering hour to live,<br />
He felt the other woman in the fur<br />
That now the wife had on. Could she forgive<br />
<br />
All that? Apparently. Her rings were gone,<br />
Of course; and when he found that she had none,<br />
He smiled – as he had never smiled at her.”<br />
<br />
<br />
<br />
Ben Trovato<br />
<br />
Der Diakon meint, sie zu kennen, und begann:<br />
„Sie sind, was man von ihnen hört; Sie ziehen<br />
durchs Land mit ihren vagen Theorien,<br />
ziehn Spott und Demut andrer Menschen an.<br />
<br />
Du fragst, „Kann Ich es glauben?“ - und ich kann;<br />
Und sieh’ ich hab sie nie dafür geziehen,<br />
so wohl zu tun mit solchen Strategien<br />
wie ihren, - und ich bin Presbyritan.“<br />
<br />
„Vertraue blind, doch sieh die Zeit vergehen.<br />
Er fühlt die andre Frau in diesem Pelz,<br />
den nun die Braut trägt. Aber wie verhält’s<br />
<br />
sich um die Frau? Kann sie verzeihn? Sie hat!<br />
Die trägt die Ringe nicht. Als er’s gesehen,<br />
da lächelt er sie an, wie er es niemals tat.“]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lob des Tropfenfängers (1953)]]></title>
			<link>http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1017</link>
			<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 17:43:52 +0200</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=1017</guid>
			<description><![CDATA[[attachment=138]<br />
<br />
Lob des Tropfenfängers (1953)<br />
<br />
O stiller Helfer, konntest so verschwiegen<br />
sanft saugend unter Kaffeekannentüllen,<br />
den Wunsch nach Rundum-Sauberkeit erfüllen -<br />
Millionen deutscher Hausfraun zum Vernügen.<br />
<br />
Dank deiner rann kein Tropfen mehr wie früher<br />
herab, das Spitzendeckchen braun berändernd.<br />
Du, alle Anstandslevels tief verändernd,<br />
warst unser segensreichster Volkserzieher. <br />
<br />
Am Henkel war durch Gummizug das gute<br />
praktische Saugeröllchen eingehakt,<br />
der Tropfenwächter jeder Kannenschnute.   <br />
<br />
Mit Dir, du kleinem schnödem Alltagsding, <br />
ward einst die Wiederkehr der Poesie gewagt - <br />
pastell und zart in einem Plastik-Schmetterling.<br />
<br />
<br />
(Bild: Tropfenfänger der Firma emsa von 1953, <br />
aus: Dirk Schindelbeck: Marken, Moden & Kampagnen, Darmstadt 2003, S. 34;<br />
Text: Dirk Schindelbeck 2008)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[attachment=138]<br />
<br />
Lob des Tropfenfängers (1953)<br />
<br />
O stiller Helfer, konntest so verschwiegen<br />
sanft saugend unter Kaffeekannentüllen,<br />
den Wunsch nach Rundum-Sauberkeit erfüllen -<br />
Millionen deutscher Hausfraun zum Vernügen.<br />
<br />
Dank deiner rann kein Tropfen mehr wie früher<br />
herab, das Spitzendeckchen braun berändernd.<br />
Du, alle Anstandslevels tief verändernd,<br />
warst unser segensreichster Volkserzieher. <br />
<br />
Am Henkel war durch Gummizug das gute<br />
praktische Saugeröllchen eingehakt,<br />
der Tropfenwächter jeder Kannenschnute.   <br />
<br />
Mit Dir, du kleinem schnödem Alltagsding, <br />
ward einst die Wiederkehr der Poesie gewagt - <br />
pastell und zart in einem Plastik-Schmetterling.<br />
<br />
<br />
(Bild: Tropfenfänger der Firma emsa von 1953, <br />
aus: Dirk Schindelbeck: Marken, Moden & Kampagnen, Darmstadt 2003, S. 34;<br />
Text: Dirk Schindelbeck 2008)]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>