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		<title><![CDATA[Sonett-Forum - Tod und Vergänglichkeit]]></title>
		<link>https://sonett-archiv.com/forum/</link>
		<description><![CDATA[Sonett-Forum - https://sonett-archiv.com/forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 21:22:30 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Tobi]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24137</link>
			<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 06:28:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24137</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tobi</span><br />
<br />
<br />
Mit fünfzehn Jahren immer noch verspielt,<br />
schleicht er sich an, fast blind, den Kopf geneigt.<br />
Er merkt, dass ich ihn schon gesehn hab, zeigt<br />
mit seinem Blick, worauf er abgezielt:<br />
<br />
ich sitze auf dem Teppich. Meine Hand<br />
hat ihn gereizt, die manchmal unverhofft<br />
nach seiner Pfote griff. Wir spielten oft<br />
"Die Hand zur Pfote, Pfote auf die Hand".<br />
<br />
Ich war viel schneller, aber irgendwann<br />
hat er mich mit der Tatze doch erwischt.<br />
<br />
Heut lass ich ihn gewinnen. Er versteht,<br />
dass er es nicht mehr wirklich selber kann.<br />
<br />
In Aufregung und Spielerfreude mischt<br />
sich bald ein Husten... - aber Kuscheln geht.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tobi</span><br />
<br />
<br />
Mit fünfzehn Jahren immer noch verspielt,<br />
schleicht er sich an, fast blind, den Kopf geneigt.<br />
Er merkt, dass ich ihn schon gesehn hab, zeigt<br />
mit seinem Blick, worauf er abgezielt:<br />
<br />
ich sitze auf dem Teppich. Meine Hand<br />
hat ihn gereizt, die manchmal unverhofft<br />
nach seiner Pfote griff. Wir spielten oft<br />
"Die Hand zur Pfote, Pfote auf die Hand".<br />
<br />
Ich war viel schneller, aber irgendwann<br />
hat er mich mit der Tatze doch erwischt.<br />
<br />
Heut lass ich ihn gewinnen. Er versteht,<br />
dass er es nicht mehr wirklich selber kann.<br />
<br />
In Aufregung und Spielerfreude mischt<br />
sich bald ein Husten... - aber Kuscheln geht.<br />
<br />
<br />
<br />
.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[versinnerung]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25052</link>
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 08:21:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5413">Theo Breuer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25052</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">versinnerung<br />
</span><br />
wir lagn dichtnd im [sarg]<br />
hirn voll blitz scher und funkn<br />
er sprach — kurzknapprundkarg:<br />
wir fahrn in die büchnerspelunkn<br />
<br />
im zäpfchn zwar ... zögernd es ... z|i|t|t|e|r|n<br />
doch oskar re|zitiert was er sah:<br />
ein we(h)r von wörtern die ... wittern<br />
(uns schwant nicht was am 4.10. geschah)<br />
<br />
die nacht als oskar pastior starb<br />
(diverse silbn klingnklingn)<br />
die nacht als oskar pastior starb<br />
<br />
(versierte lettern ringn und singn)<br />
nein ∙ kein blei schwer ungemach<br />
außer: ein klischee zer<br />
                                 b<br />
                                 r<br />
                                 a<br />
                                 c<br />
                                 h –]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">versinnerung<br />
</span><br />
wir lagn dichtnd im [sarg]<br />
hirn voll blitz scher und funkn<br />
er sprach — kurzknapprundkarg:<br />
wir fahrn in die büchnerspelunkn<br />
<br />
im zäpfchn zwar ... zögernd es ... z|i|t|t|e|r|n<br />
doch oskar re|zitiert was er sah:<br />
ein we(h)r von wörtern die ... wittern<br />
(uns schwant nicht was am 4.10. geschah)<br />
<br />
die nacht als oskar pastior starb<br />
(diverse silbn klingnklingn)<br />
die nacht als oskar pastior starb<br />
<br />
(versierte lettern ringn und singn)<br />
nein ∙ kein blei schwer ungemach<br />
außer: ein klischee zer<br />
                                 b<br />
                                 r<br />
                                 a<br />
                                 c<br />
                                 h –]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[endlos]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25050</link>
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 08:10:27 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5413">Theo Breuer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25050</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">endlos</span><br />
<br />
kühl grüßen parkscheinautomaten<br />
[so was! ist in gedichten noch machbar<br />
ächzt ein trinker in der kölner lachbar]<br />
die morgensternschen palmströmaromaten<br />
<br />
blätter winken sinkend spitzen köpfen<br />
was bloß ist los mit brücken eisenbahn<br />
beschleicht die jetzt statt größen gleisenwahn<br />
fragt mann|frau sich im hirn von tumben tröpfen<br />
<br />
so geistert leben endlos weit und weiter durch den gang<br />
frühling sommer ob im winter herbst<br />
[die eine heißt es lärm der andre klang<br />
<br />
wenn glocken’s läuten von den höchsten höhen<br />
bei nebel sonne dunst absonderlichen böen]<br />
dennoch denkst du dauernd daß du sterbst]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">endlos</span><br />
<br />
kühl grüßen parkscheinautomaten<br />
[so was! ist in gedichten noch machbar<br />
ächzt ein trinker in der kölner lachbar]<br />
die morgensternschen palmströmaromaten<br />
<br />
blätter winken sinkend spitzen köpfen<br />
was bloß ist los mit brücken eisenbahn<br />
beschleicht die jetzt statt größen gleisenwahn<br />
fragt mann|frau sich im hirn von tumben tröpfen<br />
<br />
so geistert leben endlos weit und weiter durch den gang<br />
frühling sommer ob im winter herbst<br />
[die eine heißt es lärm der andre klang<br />
<br />
wenn glocken’s läuten von den höchsten höhen<br />
bei nebel sonne dunst absonderlichen böen]<br />
dennoch denkst du dauernd daß du sterbst]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[holzweg]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25042</link>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2022 13:50:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5413">Theo Breuer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=25042</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">holzweg</span><br />
<br />
großkronig blockt der baum die weite sicht<br />
und grummelt grantig: er sei der baum – und bleibe<br />
dick und dicker reifen ringe ihm am leibe<br />
ist peer ∙ das mannsstück ∙ neben ihm ∙ bloß wicht?<br />
<br />
ungeheuerlich die kron die er sich aufgesetzt<br />
(gleichwohl – sie spendet massen schatten<br />
die hier vor jahren wir nicht hatten<br />
und kein geheimnis hat er je verpetzt)<br />
<br />
der knochenstamm scheint auf geschwüre stolz<br />
die quer rinde nicht mehr nennen kann –<br />
so ist der baum ∙ wie? ∙ ein mürrischer mann<br />
<br />
und wächst ›eitelböckig‹ weit und weiter<br />
ist höllenschacht ist himmelsleiter<br />
und nach dem sägen – – – kleines holz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">holzweg</span><br />
<br />
großkronig blockt der baum die weite sicht<br />
und grummelt grantig: er sei der baum – und bleibe<br />
dick und dicker reifen ringe ihm am leibe<br />
ist peer ∙ das mannsstück ∙ neben ihm ∙ bloß wicht?<br />
<br />
ungeheuerlich die kron die er sich aufgesetzt<br />
(gleichwohl – sie spendet massen schatten<br />
die hier vor jahren wir nicht hatten<br />
und kein geheimnis hat er je verpetzt)<br />
<br />
der knochenstamm scheint auf geschwüre stolz<br />
die quer rinde nicht mehr nennen kann –<br />
so ist der baum ∙ wie? ∙ ein mürrischer mann<br />
<br />
und wächst ›eitelböckig‹ weit und weiter<br />
ist höllenschacht ist himmelsleiter<br />
und nach dem sägen – – – kleines holz]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haus aus Wut]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24782</link>
			<pubDate>Wed, 15 Jun 2022 10:13:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5240">Jelbert</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=24782</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Haus aus Wut</span><br />
<br />
Was ist nur mit diesen Tagen aus Watte <br />
wenn unser Werk wie im Rausche wir tun?<br />
ohne zu zagen und ohne zu ruhen,<br />
gleich einer Ameise auf ihrem Blatte,<br />
<br />
Früher mal trieb es mich wohl in die Fremde.<br />
Wütenden Sinnes lief stets ich voran, <br />
suchend nach dem, was man nie finden kann.<br />
Zeit floss wie Honig mir durch meine Hände.<br />
<br />
Wenn es dich dränget zu anderen Orten,<br />
dann traue niemals gefälligen Worten. <br />
Suche ein Land dir, durch das der Wind weht.<br />
<br />
Aus deiner Wut bau’ ein Haus ohne Pforten.<br />
Schließ darin ein den Wahn aller Sorten. <br />
Reiße es ein, wenn einst sich der Sinn dreht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Haus aus Wut</span><br />
<br />
Was ist nur mit diesen Tagen aus Watte <br />
wenn unser Werk wie im Rausche wir tun?<br />
ohne zu zagen und ohne zu ruhen,<br />
gleich einer Ameise auf ihrem Blatte,<br />
<br />
Früher mal trieb es mich wohl in die Fremde.<br />
Wütenden Sinnes lief stets ich voran, <br />
suchend nach dem, was man nie finden kann.<br />
Zeit floss wie Honig mir durch meine Hände.<br />
<br />
Wenn es dich dränget zu anderen Orten,<br />
dann traue niemals gefälligen Worten. <br />
Suche ein Land dir, durch das der Wind weht.<br />
<br />
Aus deiner Wut bau’ ein Haus ohne Pforten.<br />
Schließ darin ein den Wahn aller Sorten. <br />
Reiße es ein, wenn einst sich der Sinn dreht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Lagebericht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5212</link>
			<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 23:44:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2912">Rohrer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5212</guid>
			<description><![CDATA[Die ganze Erde ist ein Tal der Not,<br />
wo nur noch Spatzen sich die Schnäbel reiben. <br />
An jeder Ecke droht final der Tod,<br />
man mag es kaum bei Nacht und Nebel schreiben. <br />
<br />
Doch gilt es jetzt, den Blick genau zu schärfen,<br />
wir müssen doch auf uns gemeinsam achten,<br />
beginnt man sich schon, wo ich schau zu nerven,<br />
weil uns die engen Ängste einsam machten.<br />
<br />
Wir gehn ins Internet und wollen Sachen,<br />
die wir nicht brauchen, denn wir sollen wachen,<br />
wenn morgens Nebel noch im Schilfe hängt:<br />
<br />
Wer nach der langen Nacht mit Brand noch haucht,<br />
sieht selten, wo man seine Hand noch braucht,<br />
und es braucht jeden, der jetzt Hilfe schenkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die ganze Erde ist ein Tal der Not,<br />
wo nur noch Spatzen sich die Schnäbel reiben. <br />
An jeder Ecke droht final der Tod,<br />
man mag es kaum bei Nacht und Nebel schreiben. <br />
<br />
Doch gilt es jetzt, den Blick genau zu schärfen,<br />
wir müssen doch auf uns gemeinsam achten,<br />
beginnt man sich schon, wo ich schau zu nerven,<br />
weil uns die engen Ängste einsam machten.<br />
<br />
Wir gehn ins Internet und wollen Sachen,<br />
die wir nicht brauchen, denn wir sollen wachen,<br />
wenn morgens Nebel noch im Schilfe hängt:<br />
<br />
Wer nach der langen Nacht mit Brand noch haucht,<br />
sieht selten, wo man seine Hand noch braucht,<br />
und es braucht jeden, der jetzt Hilfe schenkt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Morgenlicht]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5130</link>
			<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 00:42:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2912">Rohrer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=5130</guid>
			<description><![CDATA[Wie leuchtend sich den Weg der Morgen bahnt,<br />
hoch über alle Berge, Länder, Grenzen.<br />
Am Waldrand, wo ein Kreuz verborgen mahnt,<br />
da hält er inne, lässt die Ränder glänzen<br />
<br />
und hört mich meine stumme Klage tippen,<br />
er hört mich, der seit sieben Tagen schwieg<br />
Mein Morgen suchte an dem Tage Klippen,<br />
als er in seinen schnellen Wagen stieg.<br />
<br />
Mein heller, warmer Morgen wich der Nacht,<br />
ein Mensch, wie man ihn selten schlauer traf,<br />
ein Mensch aus Fleisch, ein Mensch aus Witz und Blut.<br />
<br />
Du Morgen, ohne den ich nicht erwacht,<br />
nicht aufgestanden wär, vor Trauer, schlaf!<br />
Ich bleib dir schwarze Nacht mit Blitz und Wut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie leuchtend sich den Weg der Morgen bahnt,<br />
hoch über alle Berge, Länder, Grenzen.<br />
Am Waldrand, wo ein Kreuz verborgen mahnt,<br />
da hält er inne, lässt die Ränder glänzen<br />
<br />
und hört mich meine stumme Klage tippen,<br />
er hört mich, der seit sieben Tagen schwieg<br />
Mein Morgen suchte an dem Tage Klippen,<br />
als er in seinen schnellen Wagen stieg.<br />
<br />
Mein heller, warmer Morgen wich der Nacht,<br />
ein Mensch, wie man ihn selten schlauer traf,<br />
ein Mensch aus Fleisch, ein Mensch aus Witz und Blut.<br />
<br />
Du Morgen, ohne den ich nicht erwacht,<br />
nicht aufgestanden wär, vor Trauer, schlaf!<br />
Ich bleib dir schwarze Nacht mit Blitz und Wut.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonnenaufgang]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4566</link>
			<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 06:59:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=5">Sneaky</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4566</guid>
			<description><![CDATA[Die Nacht weicht aus den Häusern in die Wälder,<br />
mit ihr geht jeder Traum mit aufs Schafott,<br />
sie wissen es, die Sonne kennt nur Spott<br />
und keine Gnade auf den kühlen Feldern,<br />
<br />
die Tau abstreifen, wenn der erste Strahl<br />
sie austreibt aus dem Dämmern nach der Nacht.<br />
Man fragt sie nicht, seid  ihr denn gern erwacht<br />
zu Sonnenglut und scharfer Haspel Stahl?<br />
<br />
Doch im Moment der Waage wenn die Zeit<br />
nicht weiß, steht sie, kann sie schon weitergehen,<br />
da sagt das Leben laut, es sei  soweit<br />
<br />
den neuen Tag aufs Neue zu verstehen,<br />
mit seinem Kummer, seinem Leid und Streit,<br />
um jeden Weg nur als ein Ziel zu sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Nacht weicht aus den Häusern in die Wälder,<br />
mit ihr geht jeder Traum mit aufs Schafott,<br />
sie wissen es, die Sonne kennt nur Spott<br />
und keine Gnade auf den kühlen Feldern,<br />
<br />
die Tau abstreifen, wenn der erste Strahl<br />
sie austreibt aus dem Dämmern nach der Nacht.<br />
Man fragt sie nicht, seid  ihr denn gern erwacht<br />
zu Sonnenglut und scharfer Haspel Stahl?<br />
<br />
Doch im Moment der Waage wenn die Zeit<br />
nicht weiß, steht sie, kann sie schon weitergehen,<br />
da sagt das Leben laut, es sei  soweit<br />
<br />
den neuen Tag aufs Neue zu verstehen,<br />
mit seinem Kummer, seinem Leid und Streit,<br />
um jeden Weg nur als ein Ziel zu sehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[02. Februar 2017]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4342</link>
			<pubDate>Fri, 14 Jul 2017 13:48:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2597">Terrapin</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4342</guid>
			<description><![CDATA[Du bist die Jedermann-Marionette, <br />
die nach den Fäden tanzt und dann erschlafft. <br />
Dein flüchtiges Profil fließt schattenhaft <br />
entlang der Häuserwände fremder Städte. <br />
<br />
Zerschlage mit geballter Faust die Kette <br />
der lebensfeindlichen Gefangenschaft! <br />
Erlang in deinem Aufbegehren Kraft <br />
genug, dass dich der Drang der Freiheit rette. <br />
<br />
Doch hast du alles Alte und den Gram, <br />
die Mauern und die Grenzen umgerissen, <br />
die Wertepflicht, die dich in Anspruch nahm...<br />
<br />
lässt dich die vielersehnte Freiheit wissen, <br />
du wirst den Kreislauf, der da schleichend kam, <br />
im Banne der Gewohnheit bald vermissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Du bist die Jedermann-Marionette, <br />
die nach den Fäden tanzt und dann erschlafft. <br />
Dein flüchtiges Profil fließt schattenhaft <br />
entlang der Häuserwände fremder Städte. <br />
<br />
Zerschlage mit geballter Faust die Kette <br />
der lebensfeindlichen Gefangenschaft! <br />
Erlang in deinem Aufbegehren Kraft <br />
genug, dass dich der Drang der Freiheit rette. <br />
<br />
Doch hast du alles Alte und den Gram, <br />
die Mauern und die Grenzen umgerissen, <br />
die Wertepflicht, die dich in Anspruch nahm...<br />
<br />
lässt dich die vielersehnte Freiheit wissen, <br />
du wirst den Kreislauf, der da schleichend kam, <br />
im Banne der Gewohnheit bald vermissen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ich schwinde über einen schwanken Grat...]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4338</link>
			<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 15:26:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2597">Terrapin</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4338</guid>
			<description><![CDATA[Ich schwinde über einen schwanken Grat, <br />
die Stürme der Gedanken, sie vergehen <br />
in Richtung des Gefühls, nun zu verwehen, <br />
wie alle Schönheit, die mir flüchtig naht. <br />
<br />
Die alte Einsamkeit, in die ich trat, <br />
um nichts mehr Leidiges zu überstehen;<br />
sie bleibt! Das Hamsterrad, es muss sich drehen!<br />
Bei jedem Ruhestand und jeder Tat. <br />
<br />
Ich weiß, in diesem Sein werd ich nie glücklich, <br />
das Joch der Pein und Qual brennt unausdrücklich, <br />
ich bin ein Sandkorn, das man ausgesiebt. <br />
<br />
Es folgen und begleiten auf dem Pfade <br />
mich Mensch und Freund, und dennoch ist es schade <br />
zu wissen, dass es mich und sie noch gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich schwinde über einen schwanken Grat, <br />
die Stürme der Gedanken, sie vergehen <br />
in Richtung des Gefühls, nun zu verwehen, <br />
wie alle Schönheit, die mir flüchtig naht. <br />
<br />
Die alte Einsamkeit, in die ich trat, <br />
um nichts mehr Leidiges zu überstehen;<br />
sie bleibt! Das Hamsterrad, es muss sich drehen!<br />
Bei jedem Ruhestand und jeder Tat. <br />
<br />
Ich weiß, in diesem Sein werd ich nie glücklich, <br />
das Joch der Pein und Qual brennt unausdrücklich, <br />
ich bin ein Sandkorn, das man ausgesiebt. <br />
<br />
Es folgen und begleiten auf dem Pfade <br />
mich Mensch und Freund, und dennoch ist es schade <br />
zu wissen, dass es mich und sie noch gibt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wolkenseidenmeer]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4306</link>
			<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 08:50:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2584">Artbeck Feierabend</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4306</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wolkenseidenmeer</span><br />
<br />
Am Rande mokkadunkler Mooresflächen<br />
Erzittern windzerzupfte Sommerflocken<br />
Im stillen Moll versunk‘ner Kirchturmglocken.<br />
Das Wolkenseidenmeer bezeugt Verbrechen.<br />
<br />
Die Alten pflegten hier den Torf zu stechen,<br />
Und was sie fanden, lässt den Atem stocken.<br />
Im Geiste leg ich nun die Sümpfe trocken<br />
Und höre nachts im Traum das Wollgras sprechen:<br />
<br />
Wir woben seit Äonen Leichentücher<br />
Aus unsren Toten - eure Opfer sanken,<br />
Wir balsamierten sie im Erdfallwasser.<br />
<br />
Wie lange wüten schon die Menschenhasser!<br />
Ergründe deiner Brüder letzte Gedanken<br />
Und lies vom Schmerz, gepresst in Blütenbüchern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wolkenseidenmeer</span><br />
<br />
Am Rande mokkadunkler Mooresflächen<br />
Erzittern windzerzupfte Sommerflocken<br />
Im stillen Moll versunk‘ner Kirchturmglocken.<br />
Das Wolkenseidenmeer bezeugt Verbrechen.<br />
<br />
Die Alten pflegten hier den Torf zu stechen,<br />
Und was sie fanden, lässt den Atem stocken.<br />
Im Geiste leg ich nun die Sümpfe trocken<br />
Und höre nachts im Traum das Wollgras sprechen:<br />
<br />
Wir woben seit Äonen Leichentücher<br />
Aus unsren Toten - eure Opfer sanken,<br />
Wir balsamierten sie im Erdfallwasser.<br />
<br />
Wie lange wüten schon die Menschenhasser!<br />
Ergründe deiner Brüder letzte Gedanken<br />
Und lies vom Schmerz, gepresst in Blütenbüchern.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Mein Tod tritt ein]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4262</link>
			<pubDate>Sun, 23 Apr 2017 12:30:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2302">Alcedo</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=4262</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
<br />
.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Tod tritt ein</span><br />
                                         <br />
<br />
Mein Tod, tritt ein, du warst schon hier im Zimmer,<br />
du nahmst mir Sie, du nahmst auch meinen Sohn,<br />
du ließest mich verbittert, wie zum Hohn, <br />
beim russischen Roulett gewinnen - immer.<br />
<br />
Jetzt schau mir zu! Da lernst selbst Du dazu,<br />
du Missgeburt der Qual - ich sterbundsinge!<br />
Besinge kühl den Widerhall der Klinge <br />
nachdem das Fallbeil lächelte, juhu!<br />
<br />
und blinzle noch als freies Haupt vom Schlag, <br />
falls jemand mich beim Namen rufen mag.<br />
<br />
Sieh zu, wie Störtebeker ohne Krone<br />
die Zähne bleckt und niemanden erlöst,<br />
sieh zu, wie Geist entsteigt, wie Fleisch verwest,<br />
wie Stahl verstummt. Was juckt mich das? Die Bohne. <br />
<br />
<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
<br />
.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
<br />
.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Tod tritt ein</span><br />
                                         <br />
<br />
Mein Tod, tritt ein, du warst schon hier im Zimmer,<br />
du nahmst mir Sie, du nahmst auch meinen Sohn,<br />
du ließest mich verbittert, wie zum Hohn, <br />
beim russischen Roulett gewinnen - immer.<br />
<br />
Jetzt schau mir zu! Da lernst selbst Du dazu,<br />
du Missgeburt der Qual - ich sterbundsinge!<br />
Besinge kühl den Widerhall der Klinge <br />
nachdem das Fallbeil lächelte, juhu!<br />
<br />
und blinzle noch als freies Haupt vom Schlag, <br />
falls jemand mich beim Namen rufen mag.<br />
<br />
Sieh zu, wie Störtebeker ohne Krone<br />
die Zähne bleckt und niemanden erlöst,<br />
sieh zu, wie Geist entsteigt, wie Fleisch verwest,<br />
wie Stahl verstummt. Was juckt mich das? Die Bohne. <br />
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<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
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.</span>]]></content:encoded>
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		<item>
			<title><![CDATA[Des Nachts]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3863</link>
			<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 16:30:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=2302">Alcedo</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3863</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
.<br />
.</span><br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Nachts</span><br />
<br />
<br />
Des Nachts erscheinst du mir mit einem Schleier<br />
und Tags darauf verbleibt ein leises Wehn;<br />
ich spür dich fordernd im Zenite stehn - <br />
du taust mein Lächeln wie den dunklen Weiher,<br />
<br />
der Unken einlädt, an den Rand des Eises,<br />
sich aufzuwärmen vor dem Silberreiher,<br />
der lieber wartet auf den Schwarzen Freier<br />
als Gift zu kosten. Ja, fürwahr, ich weiß es.<br />
<br />
Oh, Leben, streich mit schwerer Hand die Leier,<br />
die ich allein dir halte! Komm und lehn<br />
dich an, an mich - nimm Kraft genug von mir!<br />
<br />
Ein Freund wird gehn. Komm lass ihn länger hier;<br />
ich brenne meines schneller ab zur Feier,<br />
begleit mich - aber lass sein Licht bestehn.<br />
<br />
<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
.<br />
.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Des Nachts</span><br />
<br />
<br />
Des Nachts erscheinst du mir mit einem Schleier<br />
und Tags darauf verbleibt ein leises Wehn;<br />
ich spür dich fordernd im Zenite stehn - <br />
du taust mein Lächeln wie den dunklen Weiher,<br />
<br />
der Unken einlädt, an den Rand des Eises,<br />
sich aufzuwärmen vor dem Silberreiher,<br />
der lieber wartet auf den Schwarzen Freier<br />
als Gift zu kosten. Ja, fürwahr, ich weiß es.<br />
<br />
Oh, Leben, streich mit schwerer Hand die Leier,<br />
die ich allein dir halte! Komm und lehn<br />
dich an, an mich - nimm Kraft genug von mir!<br />
<br />
Ein Freund wird gehn. Komm lass ihn länger hier;<br />
ich brenne meines schneller ab zur Feier,<br />
begleit mich - aber lass sein Licht bestehn.<br />
<br />
<span style="color: #FFFFFF;" class="mycode_color">.<br />
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.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Positiver Befund]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3261</link>
			<pubDate>Wed, 30 Sep 2015 22:31:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=1">ZaunköniG</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3261</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Positiver Befund</span><br />
<br />
<br />
Das war's. - Nun hab ich's also schwarz auf weiß.<br />
Wie auch die Pläne und die Hoffnung blühten:<br />
Zu spät. - <br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span>Der Überschuss an Leukozyten <br />
bedurfte keines weiteren Beweis....<br />
<br />
"Die Zeit heilt alle Wunden." - Noch so'n Spruch.<br />
Vorbei. - Die Chemo hat nicht angeschlagen,<br />
doch, seltsam leicht ist all das zu ertragen.<br />
Das Schicksal ist ein Chromosomenbruch,<br />
ein Isotopentausch, ein korrumpiertes<br />
Basenpaar. <br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span> Ich stehe noch<br />
ganz neben mir, - und vielleicht bleibt es so.<br />
<br />
Dort draußen scheint die Sonne, doch mich friert es.<br />
Ob mir was wehtut, fragst du, "irgendwo?"<br />
und wie es weitergeht, ...<br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span>Ich sag: doch, doch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Positiver Befund</span><br />
<br />
<br />
Das war's. - Nun hab ich's also schwarz auf weiß.<br />
Wie auch die Pläne und die Hoffnung blühten:<br />
Zu spät. - <br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span>Der Überschuss an Leukozyten <br />
bedurfte keines weiteren Beweis....<br />
<br />
"Die Zeit heilt alle Wunden." - Noch so'n Spruch.<br />
Vorbei. - Die Chemo hat nicht angeschlagen,<br />
doch, seltsam leicht ist all das zu ertragen.<br />
Das Schicksal ist ein Chromosomenbruch,<br />
ein Isotopentausch, ein korrumpiertes<br />
Basenpaar. <br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span> Ich stehe noch<br />
ganz neben mir, - und vielleicht bleibt es so.<br />
<br />
Dort draußen scheint die Sonne, doch mich friert es.<br />
Ob mir was wehtut, fragst du, "irgendwo?"<br />
und wie es weitergeht, ...<br />
<span style="color: #F5f5f5;" class="mycode_color">--------------------</span>Ich sag: doch, doch...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Thomas, dein bunter Sarg]]></title>
			<link>https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3225</link>
			<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 23:56:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://sonett-archiv.com/forum/member.php?action=profile&uid=93">Halbe Frau</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=3225</guid>
			<description><![CDATA[Dein bunter Sarg, bildschön bemalt<br />
von ein paar hübschen Musen.<br />
Eiskalt ließ dich ihr Busen,<br />
die Typen haben dich bezahlt.<br />
<br />
Warst Bürgersohn, Berliner Kind,<br />
doch eigentlich ein Dandy<br />
mit Selfies auf dem Handy,<br />
was heut halt die Gemälde sind.<br />
<br />
Ach Thomas, ich vermisse dich.<br />
Du warst ne schöne Seele<br />
und bleibst es sicher ewiglich,<br />
<br />
währ’nd ich mich weiterquäle.<br />
Doch eines weiß ich sicherlich:<br />
Uns wärmt das Grass die Kehle.<br />
<hr class="mycode_hr" />
<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (11.03.2015, 02:56)</span>Halbe Frau schrieb:  <a href="https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?pid=8039#pid8039" class="quick_jump"></a></cite>Dein bunter Sarg, bildschön bemalt<br />
von ein paar hübschen Musen.<br />
Eiskalt ließ dich ihr Busen,<br />
die Typen haben dich bezahlt.<br />
<br />
Warst Bürgersohn, Berliner Kind,<br />
doch eigentlich ein Dandy<br />
mit Selfies auf dem Handy,<br />
was heut halt die Gemälde sind.<br />
<br />
Ach Thomas, ich vermisse dich.<br />
Du warst ne schöne Seele<br />
und bleibst es sicher ewiglich,<br />
<br />
währ’nd ich mich weiterquäle.<br />
Doch eines weiß ich sicherlich:<br />
Das Grass wärmt uns die Kehle.</blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dein bunter Sarg, bildschön bemalt<br />
von ein paar hübschen Musen.<br />
Eiskalt ließ dich ihr Busen,<br />
die Typen haben dich bezahlt.<br />
<br />
Warst Bürgersohn, Berliner Kind,<br />
doch eigentlich ein Dandy<br />
mit Selfies auf dem Handy,<br />
was heut halt die Gemälde sind.<br />
<br />
Ach Thomas, ich vermisse dich.<br />
Du warst ne schöne Seele<br />
und bleibst es sicher ewiglich,<br />
<br />
währ’nd ich mich weiterquäle.<br />
Doch eines weiß ich sicherlich:<br />
Uns wärmt das Grass die Kehle.<br />
<hr class="mycode_hr" />
<blockquote class="mycode_quote"><cite><span> (11.03.2015, 02:56)</span>Halbe Frau schrieb:  <a href="https://sonett-archiv.com/forum/showthread.php?pid=8039#pid8039" class="quick_jump"></a></cite>Dein bunter Sarg, bildschön bemalt<br />
von ein paar hübschen Musen.<br />
Eiskalt ließ dich ihr Busen,<br />
die Typen haben dich bezahlt.<br />
<br />
Warst Bürgersohn, Berliner Kind,<br />
doch eigentlich ein Dandy<br />
mit Selfies auf dem Handy,<br />
was heut halt die Gemälde sind.<br />
<br />
Ach Thomas, ich vermisse dich.<br />
Du warst ne schöne Seele<br />
und bleibst es sicher ewiglich,<br />
<br />
währ’nd ich mich weiterquäle.<br />
Doch eines weiß ich sicherlich:<br />
Das Grass wärmt uns die Kehle.</blockquote>]]></content:encoded>
		</item>
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