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H. Coleridge: We parted on the mountains...
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.002
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB H. Coleridge: We parted on the mountains...
Hartley Coleridge

To a Friend


We parted on the mountains, as two streams
From one clear spring pursue their several ways;
And thy fleet course hath been thro’ many a maze
In foreign lands, where silvery Padus gleams

To that delicious sky, whose glowing beams
Brightened the tresses that old poets praise;
Where Petrarch’s patient love and artful lays,
And Ariosto’s song of many themes,

Moved the soft air. But I, a lazy brook,
As close pent up within my native dell,
Have crept along from nok to shady nook,

Where flow’rest blow, and whispering Naiads dwell.
Yet now we met, that parted were so wide,
O’er rough and smooth to travel side by side.




An einen Freund
Ü: ZaunköniG

Wir trennten uns im Berg, gleich diesen Strömen,
von einem Quell in zweierlei Mäandern.
Und mußtest du den Lauf in fremden Ländern,
wo silbern Padus glänzt, verschlungen nehmen,

wo noch am Horizont als lichte Schemen
die Locken wehn, die Dichter überkronen;
Petrarka fand dort Liebe – und Kanzonen
und Ariosto sang von manchen Themen,

die die Luft bewegen, sollte ich,
ein Bach im engen Bett, von Kluft zu Kluft
mich ziehen, wo der Blumenduft

sich unter flüsternde Najaden schlich.
Nun treffen wir uns wieder, die so weit
getrennt war’n, und wir reisen Seit an Seit.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 10:37 von ZaunköniG.)
27.01.2007 13:22
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.615
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Hartley Coleridge: We parted on the mountains...
Ü: sneaky

Wir schieden auf den Bergen wie zwei Wasser
Aus einer Quelle sich getrennt verzweigen
dein schneller Lauf war wie Zigeuner`s Geigen
von Land zu Land wo Padus silbernblasser

Glanz aufsteigt an den Himmel dessen Strahlen
das Haar aus Gold erst ganz zum Leuchten bringen
Petrarcas Reime seiner Liebsten Lieder singen
Und Ariostos Worte Bilder malen

In warmer Luft. Doch mein Lauf blieb gesetzt,
ich blieb in meinem eignen engen Tal,
hab langsam fließend jede Bucht benetzt

besah die Blumen, den Najadensaal.
Wir fließen wieder gleich, wenn auch versetzt
und teilen dick und dünn wie dazumal.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
27.01.2007 17:40
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Silja Offline
Eleve
****

Beiträge: 464
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Hartley Coleridge: We parted on the mountains...
An einen Freund
Ü: Silja

Wir trennten auf dem Berg uns, Bächen gleich,
die einem Quell entspringend eigne Wege finden.
Du mochtest dich durch Labyrinthe winden,
in fremde Länder, bis in Padus' Reich!

unter der Sonne, deren goldnes Licht
auf Flechten glänzt, poetisch oft zu preisen,
wo einst Petrarkas liebevolle Weisen
und Ariostens schillerndes Gedicht

die laue Luft bewegt. Doch ich, ein Rinnsal nur
bin niemals weit von meinem Quell gegangen,
gemächlich durch die schattig-grüne Flur,

wo Blumen blühn und die Najaden sangen.
Obschon einst weit getrennt, wir liefen uns entgegen,
den Weg ab jetzt vereint zurückzulegen.
27.01.2007 17:48
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