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Invidia
Sonettista Offline
Armer Poet
*

Beiträge: 63
Registriert seit: Jan 2010
Beitrag #1
Invidia
Der Neid

Der da hat den Erfolg, der mir gebührt!
Der kann doch gar nichts! Geht kaum in die Lehre!
Der faselt Quark und scheffelt Geld und Ehre
und wird zum Dichterfürsten noch gekürt!

Ich sitz in kalter Stube und ernähre
mich von den Krümeln, die ich aufgespürt…
Und seine Werke werden aufgeführt -
man tut grad so, als ob er Künstler wäre!

Der stiehlt Ideen nicht mal dritter Klasse,
und trotzdem klingelt stets bei ihm die Kasse -
bei mir wird der Gerichtsvollzieher klopfen.

Er kann nur stümpern, aber ich kann schreiben -
und trotzdem soll ich unterlegen bleiben?
Gelingt mir niemals, ihm das Maul zu stopfen?
08.03.2010 19:18
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pumukel Offline
Lyropraktiker
**

Beiträge: 69
Registriert seit: Dec 2009
Beitrag #2
RE: Invidia
Das Verb klingeln mit negativem Beigeschmack in einem Sonett zu verwenden, ist sehr pikant Big Grin
09.03.2010 00:10
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.258
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Invidia
Eines der Besseren aus deiner Reihe.
Der Vergleich mit Shakespeare drängte sich bei mir auf:

http://www.sonett-archiv.com/forum/showt...hp?tid=648

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
25.03.2010 10:31
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