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Thomas Doubleday: The Horologe
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 4.928
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB Thomas Doubleday: The Horologe
Thomas Doubleday
The Horologe


Once, by the dusk light of an ancient hall
I saw a horologe. Its minutes fell
Upon the roused ear, with a drowsy knell
That he who passed attended to the call.
I looked: and lo! five antics over all.
One moved, and four were motionless. The one
Was scythed and bald-head Time; and he mowed on,
Sweep after sweep--and each a minute's fall.
The four were kings. Sceptres they bore and globes
And ermined crowns. Before that old man dim
They stood, but not in joy. At sight of Time
They had stiffened into statues in their robes,
Fear-petrified. Let no man envy him
Who smiles at that grave homily sublime!



Zeitmesser
Ü: ZaunköniG

Vom Licht aus einem Herrenhaus erhellt,
sah ich die Uhr, und die Minuten fielen
mir ans Ohr, ob Totenglocken spielen,
ihr Rufen, den Passanten beigesellt.

Und siehe: Fünf Figuren sind die Welt:
doch vier von fünfen bleiben unbewegt.
Nur einer geht, der kalt die Sense regt,
durch die Minute um Minute fällt.

Die vier sind Fürsten; Zepter oder Globen
ungeachtet harrend, bis erledigt
der Mann sein Amt. Im Angesicht der Zeit

erstarrten sie vor Furcht in ihren Roben.
Niemand fühle für den Menschen Neid,
der lächelt über diese Totenpredigt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 12:23 von ZaunköniG.)
28.01.2007 12:32
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.617
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Thomas Doubleday : The Horologe
Pendel
Ü: sneaky

Im Dämmerlicht das altes Bauwerk legte
sah ich ein Uhrwerk, sein Minutenticken
klang wachem Ohr wie mattes Glockennicken
wer da vorbeiging, sah wie sich`s bewegte.

Fünf Narren sah ich, einen der sich regte,
vier boten starr sich aufmerksamen Blicken.
Die Zeit bewegte sich, man sah sie knicken
Minuten; -- wie sie sie beiseite fegte.

Vier waren Herrscher, Weltkugeln und Stäbe
und Kronen trugen sie, sie doch vor der Zeit
blieben sie freudlos. Dann, als sie sie sahen,

da standen sie erstarrt. Es war als webe
die Furcht sie ganz zu Stein. Fühl keinen Neid
auf den, der lacht, fühlt er dies Gleichnis nahen.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
28.01.2007 15:28
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 4.928
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Thomas Doubleday: The Horologe
Hallo Sneaky,

"legte" ist hier die falsche Vergangenheitsform. Eine Alternative gäbe es mit männlichen Endungen. Sonst nur Kleinigkeiten.

LG ZaunköniG



Ins Dämmerlicht des alten Baus gelegt
sah ich ein Uhrwerk. Sein Minutenticken
klang wachem Ohr wie mattes Glockennicken
wer da vorbeiging, sah wie's sich bewegt.

Fünf Narren sah ich, einen der sich regt,
vier boten starr sich aufmerksamen Blicken.
Die Zeit bewegte sich, man sah sie knicken
Minuten; -- wie sie sie beiseite fegt.

Vier waren Herrscher, Weltkugeln und Stäbe
und Kronen trugen sie, doch vor der Zeit
blieben sie freudlos. Dann, als sie sie sahen,

da standen sie erstarrt. Es war als webe
die Furcht sie ganz zu Stein. Fühl keinen Neid
auf den, der lacht, fühlt er dies Gleichnis nahen.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
12.02.2009 11:52
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