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Henri-Frédéric Amiel: UNE NUIT SUR LA PLAGE
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Schweiz Henri-Frédéric Amiel: UNE NUIT SUR LA PLAGE
Henri-Frédéric Amiel
1821 - 1881 Schweiz


UNE NUIT SUR LA PLAGE.

Sur le sombre Océan tombait la nuit tranquille ;
Les étoiles perlaient au ciel silencieux ;
Le flot montait sans bruit sur le sable de l’île…
O nuit, quel souffle alors vint me mouiller les yeux ?

Le froid saisit mon cœur, quand, muet, immobile,
Étendu sur la grève, et le front vers les cieux,
Je sentis, comme on sent que sur la vague il file,
La Terre fuir, sous moi, navire audacieux !

Du pont de ce vaisseau qui m’emportait, sublime,
Je contemplai, nageant sur l’éternel abîme,
Les flottes des soleils au voyage béni ;

Et, d’extase éperdu, sous les voûtes profondes,
J’entendis, ô Seigneur, dans l’éther infini,
La musique du temps et l’hosanna des mondes.



Eine Nacht am Strand

Die stille Nacht fiel auf den dunklen Ozean
und aus dem so beruhigten Himmel Sterne leuchten.
Die Flut besänftigt sich, spült sie am Eiland an...
Wes Atem kam, um meine Augen zu befeuchten?

Als mir ins Herz die stille, starre Kälte fiel,
lag ich am Strand, die Stirn zum Himmel ausgestreckt.
Ich fühlte mich, als ob mir durch dies Wellenspiel
die Erde, mein gewagtes Schiff, zu Füßen leckt!

Das Deck des Schiffes trug mich auf erhabne Art.
Ich sah auf diesen zeitenlosen Abgrund schwimmen
die Sonnen-Flotten mit gesegnet reicher Fahrt.

Verzweiflung! Aufruhr unter dem Gewölbe... - später
hab ich gehört, o Herr, im unermessnen Äther,
die Zeit, die Welt dir ein Hosianna anzustimmen.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
28.03.2015 10:25
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